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Zwei Bittgänge und die Öschprozession nach Bad Waldsee

Der zentrale Christi-Himmelfahrtsgottesdienst in Bad Waldsee (an der Eugen-Bolz-Schule).

KIRCHENGEMEINDE REUTE

Reute-Gaisbeuren – Die Bittwoche findet bei der Kirchengemeinde St. Peter und Paul Reute immer noch guten Zuspruch. So konnte am Dienstag (7.5.) in der Leonhardskirche in Gaisbeuren Pater Hubert Vogel mit ein paar Dutzend Gläubigen einen festlichen Gottesdienst feiern. Hermann Hecht ließ dabei die Orgel besonders feierlich erklingen. Anschließend ging der Bittgang bei angenehmer Temperatur in Richtung Dinnenried. Am Kirrlohwald war Halbzeit, von hier aus gingen die Pilger im Gebet wieder zurück zur Kirche. Mit dem Wettersegen endete der Bittgang.

Am Mittwochabend (8.5.) trafen sich ebenfalls so viele Personen bei der Pfarr- und Wallfahrtskirche zum Bittgang nach Kümmerazhofen. Pfarrer Stefan Werner konnte hier auch Schwestern von Kloster Reute willkommen heißen. An der Gut-Betha-Stele auf dem Dorfplatz war dann erste Station. Nach einem Gruß an den heiligen Nepomuk an der Bachbrücke ging es zum Parkplatz des Gasthofs „Stern“. „Sei unser Gast“, diesen Leitspruch von der Landesgartenschau Wangen, benützte Stefan Werner zu einem besonderen Impuls.

Nach dem Halt beim „Jehle-Kreuz“ ging es in Richtung Kümmerazhofen. Das Feldkreuz am Weiherweg empfing mit herrlich blühenden Bäumen die Wallfahrer. Beim Eintreffen in der Ortschaft begrüßte die Kirchenglocke die Beterinnen und Beter. Mit den bereits schon wartenden Gläubigen zusammen war die herrlich geschmückte Kapelle dann beim Gottesdienst bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine besondere Liedauswahl begleitete hier Angela Brändle mit der Gitarre.

Öschprozession zum gemeinsamen Gottesdienst an der Eugen-Bolz-Schule

Es ist guter Brauch der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee, einen gemeinsamen festlichen Gottesdienst an Christi Himmelfahrt auf dem großzügigen Gelände der Eugen-Bolz-Schule in Bad Waldsee zu feiern. In Reute trafen sich um 8.15 Uhr viele Gläubige auf dem Kirchplatz beim Kloster. Pfarrer Stefan Werner freute sich bei der Begrüßung, dass auch eine große Anzahl von Franziskanerinnen – an ihrer Spitze Generaloberin Schwester Maria Hanna sowie Pfarrer Ulrich Steck und der ehemalige Superior Martin Sayer – einen Teil des Weges mitgingen. Angeführt von einer stattlichen Ministrantengruppe ging es singend den Klosterberg hinunter zum Kreuz an der Wegegabelung. Nach einem Lied und einem flehentlichen Bittgebet um Frieden auf der Welt kehrten die meisten Schwestern wieder zum Klosterberg zurück.

Die Prozession führte weiter in Richtung Flugplatz zum Scheuerle-Hof. Hier wurden die Gläubigen mit herrlichem Vogel-Gezwitscher empfangen. Vorbei an blühenden Rapsfeldern zogen die Beterinnen und Beter in Richtung Steinach. Hier wurden die Wallfahrer von Wilhelm Noppenberger mit dem Glockengeläut der Steinacher Kapelle empfangen und begrüßt. Gute Technik machte hier eine Einspielung von Udo Lindenbergs Lied „Komm wir ziehn in den Frieden“ möglich. Gegen 10.30 Uhr war dann die Eugen-Bolz-Schule erreicht. Der große Freiplatz mit aufgestellten Bänken füllte sich hier schnell.

Umrahmt vom Kinderchor unter der Leitung von Verena Westhäußer und Bläsern der Stadtkapelle mit Vorstand Franz Gapp eröffneten die Pfarrer Thomas Bucher und Stefan Werner den festlichen Gottesdienst. Auch hier ermöglichte die Technik eine Einspielung einer Ansprache der aus Bad Waldsee stammenden Theologin Martina Kreidler-Kos, Osnabrück, zum aktuellen Thema „Segnung“. Mit großem Beifall für alle Mitwirkenden endete der einstündige Festgottesdienst unter blauem Himmel.

© Rudi Heilig /
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