St. Peter - Bad Waldsee
Die Pfarrkirche St. Peter ist wie kein anderes Gebäude stadtbildprägend.
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Mehr erfahrenLiebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste
Beim Besuch des Zeltlagers der Schönstatt-Mannesjugend kamen Erinnerungen an früher hoch, an Zeiten, an denen ich selber Teilnehmer in einem Zeltlager war oder später, wie ich dann schon als Verantwortlicher eine eigene Zeltgruppe leitete. Einmal hatten wir das Thema „Mittelalter“ und an einem Nachmittag lautete der Arbeitsauftrag für meine Zeltgruppe: „Baut eine Sänfte aus einer leeren Getränkekiste, zwei kurzen und zwei langen Dachlatten, einem Stuhl, einem Seil, Krepppapier und Luftballons. Zeichnet eine Skizze, baut dann gemeinsam und überlegt euch eine gute Präsentation für euer Ergebnis.“ Gemeinsam sollten „meine“ Jungs – alle im Alter um 14 - diese Aufgabe lösen. Nicht als Wettbewerb, sondern miteinander und jede und jeder sollte mitarbeiten.
Das war erst einmal schwierig: Sie haben alle durcheinandergeredet. Viele Ideen wurden genannt, aber sie haben einander wenig zugehört. Aber dann haben sie sich schlussendlich doch noch zusammengerauft: und im Miteinander ist eine wunderbare Sänfte entstanden: Der Stuhl diente als Sitz, die Kiste als Fußablage und die Latten waren das Grundgerüst zum Tragen. Am Ende wurde das Ganze noch mit Luftballons und Krepppapier dekoriert. Die Jugendlichen haben zusammen etwas Wichtiges gelernt: Wenn einer nur seine eigene Idee durchsetzen will, kommt die Gruppe nicht voran. Nur wenn man einander zuhört und miteinander arbeitet, dann gibt es ein Ergebnis, auf das alle stolz sind.
Als die Sänfte fertig war, kam die entscheidende Frage: „Wer hat so viel Vertrauen in die Konstruktion und in die Gruppe, dass er sich in der Sänfte tragen lässt?“ Einer der Jugendlichen hat sich schließlich hineingesetzt. Die anderen haben ihn vorsichtig getragen. Und plötzlich wurde aus ein paar Latten, einer Kiste und einem Stuhl etwas ganz anderes: ein Zeichen des Vertrauens.
Auch unser Glaube lebt vom Vertrauen. Niemand muss alles im Leben allein tragen. Wir brauchen Menschen, die uns zuhören, die mit uns gehen und uns tragen, wenn wir selbst nicht mehr können. Und manchmal dürfen wir selbst die sein, die andere tragen.
Jesus sagt im Evangelium vom kommenden Sonntag: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ Ich glaube, er war auch an diesem Nachmittag dabei – zwischen Dachlatten, Luftballons und einer selbstgebauten Sänfte. Und ich bin überzeugt, dass er in ganz vielen Situationen mit dabei ist: beim Frühstückstisch zu Hause in der Familie; am Arbeitsplatz, wo gemeinsam etwas entwickelt wird; oder wenn sich der Firmbewerber mit seinem Firmpaten trifft, um miteinander Leben und auch Glauben zu teilen; oder wenn sich Menschen dienstags oder freitags oder sonntags zum Gottesdienst treffen; wenn sich zwei Menschen bei der Hochzeit das Ja-Wort sagen; wenn miteinander Geburtstag gefeiert wird, wenn…
Ich glaube, ich könnte die Aufzählung noch beliebig fortsetzen. Und ich denke, Sie, liebe Leser, liebe Leserin könnten das auch. Und ich wünsche Ihnen in den nächsten Tagen ganz viele Erfahrungen davon, dass Er, Jesus, mitten drin ist.

Pfarrer Stefan Werner
Bilder: factum.adp / In: Pfarrbriefservice.de
23. Sonntag im Jahreskreis
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Sonntag, 13.08.2026, 18.00 Uhr, WELCOME BACK GOTTESDIENST - "Was trägt mich?", KLOSTERGARTEN REUTE