St. Peter - Bad Waldsee
Die Pfarrkirche St. Peter ist wie kein anderes Gebäude stadtbildprägend.
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Mehr erfahrenLiebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,
die zentrale Botschaft bei Jesus ist das Reich Gottes. Es ist geprägt von Liebe, Gerechtigkeit, Barmherzigkeit und Freiheit. Das Reich Gottes beginnt somit im Herzen. Es bricht überall dort an, wo Menschen nach den Prinzipien Jesu leben, Nächstenliebe praktizieren und Gottes Liebe weitergeben. Da die Vorstellung des Reich Gottes doch recht abstrakt ist, erklärt Jesus es oftmals durch Gleichnisse. Ein bekanntes Bild ist das des Senfkorns: Es beginnt winzig klein, wächst aber zu einem großen Strauch heran. Als Sonntagsevangelium hören wir ein weiteres Gleichnis, das allerdings nicht den typischen Anfang „Mit dem Reich Gottes ist es wie …“ hat.
Das Gleichnis vom Sämann erzählt zunächst einmal eine alltägliche Handlung: Der Sämann ist beim Aussäen, dabei kann es bei zu schwungvollem Auswerfen passieren, dass außer auf den guten und fruchtbaren Boden, ein Teil des Saatgutes auch auf den Weg, auf felsigen Boden und in Dornen fällt. Es wird also das gewöhnliche Geschick des Saatguts beim Säen beschrieben. Das Gleichnis selbst erklärt nicht, wovon es handelt. Allerdings kann es im Rahmen der Verkündigung Jesu als Gleichnis vom Gottesreich ausgelegt werden. Somit kann das Aussäen in bildhafter Rede auch für die Verkündigung einer Botschaft stehen oder metaphorisch kann ebenso von der Aussaat von Menschen durch Gott gesprochen werden.
Dreimal stellt sich beim Ausbringen des Saatguts der Misserfolg ein. Im Kontrast zur geschilderten Gefährdung des Saatgutes steht der Frucht bringende Teil des Samens. Damit zeigt sich, dass bei der Aussaat zwar manches Saatgut verloren geht, letztlich aber führt sie zum Erfolg, denn ein Teil fällt auf guten Boden und bringt Frucht.
Im Evangelium schließt sich, nach einer Zwischenreflexion, die Deutung des Gleichnisses durch Jesus an:
Bei den auf den Weg Gesäten handelt es sich um eine Gruppe, die das Wort hört, aber nicht versteht. Was in sie gesät wurde, wird gleich wieder geraubt. Das Wort hat keine Möglichkeit anzukommen.
Bei der zweiten Gruppe hat das Wort eine Chance, denn es wird gehört und freudig aufgenommen. Allerdings zeigt das Bild der Wurzellosigkeit, dass sich das Wort nicht wirklich ansiedeln kann, im Angesicht von Bedrängnis und Verfolgung.
Bei denen, die unter die Dornen gesät sind, wird das Wort zwar aufgenommen, dann aber erstickt. Die Saat wird deshalb unfruchtbar und entwickelt sich durch die Sorge der Welt und die Verführung des Reichtums nicht mehr weiter.
Die vierte Gruppe sind diejenigen, bei denen das Wort zur Entfaltung kommt. Ihr gelingendes Leben zeigt sich darin, dass es Frucht bringt. Was das genau bedeutet, wird nicht gesagt.
Allerdings scheint in der Deutung durch, dass zum Fruchtbringen auch das Handeln gehört. Hinzukommt, dass „Verstehen“ nicht nur das verstandesmäßige Erfassen meint, sondern verstanden hat das Wort nur, wer es auch umsetzt in die Tat. Es geht also um das konkrete, liebevolle, gerechte und barmherzige Handeln. Nehmen wir diese Erklärung Jesu an seine Jünger zum Anlass, dass auch wir heute bereits hier auf Erden zum Beginn des Reiches Gottes beizutragen. Handeln wir gerecht und barmherzig im Sinne der Liebe Gottes.

Kathrin Bohnenberger
Gemeindereferentin
Bilder: factum.adp / In: Pfarrbriefservice.de
09.30 Uhr: EUCHARISTIE
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