SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Als letzte Woche Sandra Weber mit dem Wort zum Sonntag zur alttestamentlichen Lesung den Aufschlag in den Advent gemacht hat, habe ich mich gefreut. Und mir gedacht, ich mach daraus eine Reihe „Adventliche Propheten“.

Fasst Mut!

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

nach dem Propheten Jeremia ist am kommenden Sonntag der Prophet Baruch dran. Vermutlich kennen nur wenige diesen Namen. Das hat seine Gründe. So hat selbst Martin Luther gemeint: Das Buch Baruch ist ein zweitrangiges Buch. Das hat nicht einen solchen geistlichen Wert wie die anderen Bücher der Bibel. Und deshalb hat er das Buch Baruch auch in seine Bibelübersetzung nicht aufgenommen.

Die Bibelwissenschaftler sagen uns: Ob der Mann, der dieses Buch geschrieben hat, überhaupt Baruch geheißen hat, ist sehr ungewiss. Möglicherweise ist das nur ein Pseudonym, ein Deckname. Im Alten Testament gibt es einen Mann Baruch, das war der „Sekretär“ des Propheten Jeremia. Möglicherweise hat man Jahrhunderte später dem Verfasser dieser Schrift den Namen Baruch gegeben, damit er den Namen einer berühmten Persönlichkeit hatte.

Wann das Buch geschrieben ist wissen wir auch nicht genau. Es ist in griechischer Sprache geschrieben. Die meisten Bücher des Alten Testamentes sind in hebräischer Sprache geschrieben. Und weil dieses Buch Griechisch geschrieben ist, vermutet man, dass es im letzten Jahrhundert vor Christus geschrieben wurde. Das wäre dann eine ziemlich späte Verfasserzeit.

Aber eins können wir aus dieser kleinen Schrift mit nur fünf Kapiteln entnehmen: Das Volk Israel war in religiöser Hinsicht ziemlich am Boden. Im Tempel gab es teilweise heidnische Kulte. Man hatte überhaupt keine geistliche Perspektive mehr.

In diese Situation hinein macht der Ver- fasser des Buches Baruch dem Volk Israel geistlich wieder neuen Mut. Viermal ruft er dem Volk zu: „Fasse Mut, Jerusalem!“ Volk Israel, fasse neuen Mut. Lasst den Kopf nicht hängen. Oder wie es am Beginn heißt: „Jerusalem, leg dein Trauerkleid ab!“ Mit anderen Worten: Lauft nicht immer mit einer Trauermiene herum. Schaut nicht immer nur nach unten. Steigt auf einen hohen Berg und schaut von oben herab, aus der Perspektive Gottes. Und dann wirst du sehen, dass das Armselige da unten, was du siehst, nur die eine Hälfte der Wahrheit ist. Schau auf Gott und seine Herrlichkeit und bekleide dich gleichsam mit der Herrlichkeit, die von oben kommt. Setz dir eine Krone auf das Haupt, denn du gehörst zum König des Himmels und der Erde. „Fasse Mut, Jerusalem!“

Oder „Fasse Mut, Stefan!“ Oder „Fasse Mut, Sandra!“ Oder Fasse Mut, Bad Waldsee!“ Oder ...

Vielleicht setzen Sie bewusst einmal Ihren Namen in diese Lesung. Beziehen Sie diese Prophetenbotschaft, diese wunderbaren Sätze auf sich, ganz persönlich: Leg ab, N.N. das Klein deiner Trauer und deines Elends. Oder: Bekleide dich, N.N. mit dem Schmuck der Herrlichkeit, die Gott dir für immer verleiht. Oder: Gott will deinen Glanz! ...

Am Christkönigssonntag hab ich gepredigt: „Jeder Mensch ist ein König“! Das gilt für Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Aber das gilt eben dann auch für alle Menschen! In diesem Sinne verstehe ich die kleine Anregung/Aufgabe unten. Übrigens: Das hebräische Wort Baruch bedeutet in der deut- schen Übersetzung „der Gesegnete“. Auch das gilt für Jede und Jeden! In diesem Sin- ne wünsche ich Ihnen allen eine gesegnete zweite Adventswoche!

Pfr. Stefan Werner


MEDIZINISCHE MASKEN SIND IM GOTTESDIENST PFLICHT

adobestock 330257860 bearbeitetNeben den bisher schon geltenden Maßgaben zur Feier von Präsenzgottesdiensten tritt nun die Pflicht, dass alle Personen im Gottesdienst einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. Als „medizinische Maske" gelten sogenannte OP-Masken (Einwegmasken) und Masken der Standards KN95/N95 und FFP2.

Alle aktuelle Corona-Maßnahmen findet ihr in unserem Dossier: https://www.drs.de/dossiers/corona.html 

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SCHOTT - Tagesliturgie


Evangelium Tag für Tag

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Leseverzeichnis:

Leseabschnitte für jeden Tag gemäß dem aktuellen Lesejahr
(Markus-Lesejahr / B)

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