SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Schwäbische Zeitung vom 13.01.2020
Bericht / Foto: Dietmar Hermanutz

Danke-Abend der Seelsorgeeinheit mit schöner Musik und gutem Essen

danke abend 2020

„Gut, dass wir einander haben“ – begleitet von Andi Weiss am E-Piano wurde gemeinsam gesungen (von links): Pfarrer Thomas Bucher, Waltraud Ruf (Haisterkirch St. Johannes Baptist), Berta Rastic (Michelwinnaden St. Johannes Evangelist), Franziska Tessling (Reute-Gaisbeuren St. Petr und Paul), Maria Hirthe (Bad Waldsee St. Peter), Gemeindereferentin Sandra Weber und Pfarrer Stefan Werner.
(Foto: Dietmar Hermanutz)

 

Zum Danke-Abend für die Ehrenamtlichen der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee beschritten die Organisatoren dieses Jahr Neuland. Das abendliche Essen wurde mit einem Exklusivkonzert des Singpoeten und Lebenssinncoaches Andi Weiss kombiniert, dem begeistert applaudiert wurde. Knapp 300 Vertreter aus den verschiedensten Gruppierungen und Diensten der zur Seelsorgeeinheit Bad Waldsee gehörenden Gemeinden St. Peter, St. Johannes Evangelist, St. Johannes Baptist und St. Peter und Paul kamen am Samstagabend in die Stadthalle.

Begrüßt wurden Sie von den beiden Pfarrern Thomas Bucher und Stefan Werner sowie von den zweiten Vorsitzenden der jeweiligen Kirchgengemeinderäte. Das sind konkret für St. Peter in Bad Waldsee Maria Hirthe, für St. Peter und Paul in Reute-Gaisbeuren Franziska Tessling, für St. Johannes Baptist in Haisterkirch Waltraud Ruf und für St. Johannes Evangelist in Michelwinnaden Berta Rastic. Mit dem traditionell alle zwei Jahre statt findenden großen Ehrenamtsabend für die gesamte Seelsorgeeinheit feiern und danken sich die Gemeinden selber. Dies kam auch im gemeinsam gesungenen Lied „Gut, dass wir einander haben“ zum Ausdruck.

„Die Kirchengemeinden haben eingeladen, nicht der Pfarrer, der Pfarrer zahlt auch gar nix“, konstatierte Bucher in seiner trocken humorigen Begrüßung und sorgte für die ersten Lacher im Saal. Werner, zusammen mit Gemeindereferentin Sandra Weber, war dann mehr für den spirituellen Aspekt des Abends verantwortlich. In einem Wechselgebet mit den Anwesenden ging es um Dank und Segensbitte an Gott.

Nachdem der Braten mit Semmelknödel und Kraut gegessen war, stieg Andi Weiss auf die Bühne. Weiss ist evangelischer Diakon, Songpoet, Geschichtenerzähler, Familienmensch und Coach mit einer eigenen Praxis für sinnvolles Leben. Eine interessante Basis, aus der er die Elemente für seinen Auftritt am Dankeschön-Abend schöpfte. Die Lieder an diesem Abend stammten überwiegend aus seinem nagelneuen Album „Gib alles, nur nicht auf“. In bester Singer-Songwriter Manier begleitete er sich selber am E-Piano. Der quirlig-lebendige Weiss wusste mit seinen persönlichen Geschichten aus dem Leben als Vater, Autor, Musiker und Diakon die Menschen zu fesseln. Er stellt sich den Sinnfragen des Lebens mit einer zeitgemäßen, offenen und ehrlichen Sprache.

Weiss macht mit seinen Liedern Mut, er hat die eine oder andere humorige Anekdote parat und selbstverständlich weist er auch immer wieder auf die Geborgenheit der Menschen in Gottes unendlicher Liebe hin. Fast für jedes Lied gab es eine Hinführung, welche die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer sicherte. So schön das ist, es war aber auch anstrengend, denn die direkte Ansprache mit der Weiss seinen Zuhörern begegnet („Was sind Ihre Ziele? Wann haben Sie aufgehört diese Ziele zu verfolgen? Warum?“) treffen durchaus auf die persönlichen Ressourcen. Da war es gut, dass nach einer dreiviertel Stunde eine Pause vorgesehen war, in der Vanilleeis mit roter Grütze gereicht wurde. Dass Weiss nach der Pause die zweite Hälfte seines Konzertes in voller Länge spielte, war vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, denn für ungezwungene Gespräche blieb angesichts der starken Bühnenpräsenz von Weiss etwas zu wenig Raum. Dennoch, für das brandaktuelle Konzert des renommierten Künstlers dankten die Ehrenamtlichen mit begeistertem Beifall.