Pfarrer Fridolin Heilig in Reute feierlich beigesetzt 

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Am Samstag wurde unter großer Anteilnahme Pfarrer Fridolin Heilig - geboren in Atzenreute - in seiner Heimatgemeinde Reute-Gaisbeuren beerdigt. Er ist einen Tag nach seinem 80.sten Geburtstag in seiner letzten Wirkungsstätte Königsfeld verstorben. Er ist somit der letzte Neupriester der Pfarrei Reute.

Sein priesterliches Wirken hatte mehrere Stationen. Von 1970 bis 1972 war er Vikar in Villingen-Schwenningen. Die nächsten zwei Jahre war er Kaplan in Schwäbisch Gmünd, ehe er bis 1981 als Pfarrer in Weigheim, Mühlhausen und Tuningen wirkte. Von 1981 bis 1992 war Heilig als Pfarrer in Essingen und anschließend bis 2001 in Fridingen tätig.

Als Altersruhesitz wählte Heilig den Kurort Königsfeld. Hier brachte er sich als Pensionär weiter in der Seelsorge ein. Ein Jahr später erlitt Pfarrer Heilig einen Schlaganfall, mit der Folge einer rechtsseitigen Lähmung. Seit dieser Zeit war er auf einen Rollstuhl angewiesen. Auch mit dieser Belastung half er noch in der Kirchengemeinde Königsfeld aus, wenn Pfarrermangel herrschte.

Nach einem erneuten Schlaganfall im Jahre 2009 war der Umzug in ein Alten- und Pflegeheim in Königsfeld unumgänglich. Sein 40-jähriges Priesterjubiläum feierte er 2010 mit vielen Freunden und Gästen aus den früheren Pfarreien. Dank der guten Betreuung der Malteser freute sich Heilig jedes Jahr auf die große Wallfahrt zur Muttergottes in Lourdes.

Trotz seiner Behinderung nahm Fridolin Heilig rege am Geschehen in Kirche und Welt teil. Dem sich dann nahenden Tod stellte er sich voller Zuversicht und Hoffnung. Mit seinem überzeugten christlichen Glauben freute er sich auf das Leben in ewiger Herrlichkeit bei Christus.

Allen ganz herzlichen Dank für das Dabeisein und Mitbeten, das innige Abschiedsgebet in der St. Leonhardskirche Gaisbeuren, das gemeinsame Requiem, die sehr persönlichen Worte im Gottesdienst und Predigt, das feierliche Orgelspiel, die würdevolle Beerdigung und das erhebende Salve Regina der Priester am Grabe. Extra Dank der Musikkapelle Reute-Gaisbeuren für die ausgewählten Trauerweisen - besonders "Ich hatt' einen Kameraden".