SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Schwäbische Zeitung vom 23.07.2019
Bericht: Rudi Heilig

Ulrich Steck wird Pfarrer bei Franziskanerinnen in Reute

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Weihbischof Thomas Maria Renz feiert zusammen mit Pfarrer Thomas Bucher (links) und Pfarrer Ulrich Steck (rechts) den festlichen Einsetzungsgottesdienst.
(Foto: Rudi Heilig)

 

Eigentlich müsste Pfarrer Ulrich Steck jetzt Superior der Franziskanerinnen von Reute sein. Die Ordensleitung entschied sich jedoch, künftig den Verantwortlichen für die Seelsorge und die geistliche Begleitung der Ordensgemeinschaft weiterhin als Pfarrer anzusprechen. Weihbischof Renz führte Steck am Sonntag um 15 Uhr in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Reute offiziell in sein neues Amt ein. Den Einsetzungsgottesdienst feierten auch die beiden Vorgänger im Amt, die Superiors Martin Neckermann und Martin Sayer - dieser trat im letzten Jahr seinen Ruhestand an - gerne mit. Konzelebranten waren auch die Kapuziner-Patres Richard und Linus aus Reute sowie Spiritual Udo Hermann aus Untermarchtal. Auch Pfarrer Thomas Bucher als stellvertretender Dekan und Ruhestandspfarrer Karl Eiberle waren mit von der Partie.

Generaloberin Schwester Maria Hanna konnte in ihrer Begrüßung eine Vielzahl von Repräsentanten aus Kirche, Kommune, dem Freundeskreis sowie auch langjährige Weggefährten zur Investitur von Pfarrer Ulrich Steck willkommen heißen. Der 58-jährige, in Ulm geborene, Priester war zuletzt zehn Jahre lang Pfarrer in der Seelsorgeeinheit „Seegemeinden“, also Eriskirch, Mariabrunn, Oberdorf, Langenargen, Gattnau und Kressbronn. Tragisch: sein Amtskollege Martin Rist (Jahrgang 1967) starb vor wenigen Wochen wegen gesundheitlicher Probleme beim Baden in Nonnenhorn. Nach einem Studium in Tübingen und Innsbruck empfing Ulrich Steck im Jahre 1988 in Wiblingen die Priesterweihe. Stationen seines priesterlichen Wirkens waren auch Heidenheim sowie die Seelsorgeeinheit Donauwinkel.

Das künftige Aufgabengebiet von Pfarrer Steck bei den Franziskanerinnen ist zweigeteilt. Weihbischof Thomas Maria Renz übermittelte die Berufung von Bischof Gebhard Fürst. Neben der Unterstützung der Ordensgemeinschaft bei der Erneuerung und der Mitarbeit in den entsprechenden Gremien des Ordens soll er auch mit Teilauftrag in der Bildungsarbeit des geistlichen Zentrums des Klosters Reute im Maximilian-Kolbe-Haus tätig sein. „Ich wünsche Ihnen einen guten Start sowie eine gesegnete und fruchtbare Zeit bei den Reutener Franziskanerinnen“ lautete der Wunsch des Weihbischofs.

Ulrich Steck nahm in seiner frei formulierten Predigt das Sonntagsevangelium der beiden “Biblischen Schwestern“ Maria und Martha zum Anlass, seine künftige Arbeitsweise zu skizzieren. So wie Martha sich um gar Vieles kümmerte, möchte auch er die ihn erwartenden vielseitigen Aufgaben zielstrebig angehen. Dazu zähle auch die bereits begonnene Neuausrichtung des Klosterberges. Anderseits habe er es schon erleben dürfen, wie wohltuend gerade ein langsames Beten mit den Schwestern sein kann. „Ich freue mich künftig über zahlreiche Begegnungen auf Augenhöhe sowie die gute Zusammenarbeit mit vielerlei Menschen“, bekannte ein fröhlicher Prediger.

Im Anschluss an den Festgottesdienst, welchen der Schwesternchor unter Leitung von Schwester Franziska Bachmann und Organistin Roswitha Scheck musikalisch umrahmte, konnte Schwester Maria Hanna den Reigen von Grußworten eröffnen. „Lieber Uli, ich freue mich auf deine Mitarbeit im Stiftungsrat der St. Elisabeth-Stiftung“, mit diesen herzlichen Worten drückte Peter Wittmann als dessen Vorstand seine Freude über den neuen Amtsträger aus. Weiter: „Ich kenne dich als verlässlichen Partner und unkomplizierten Unterstützer, lass uns gemeinsam Kirche aufbauen“. Für Pfarrer Thomas Bucher ist es die Selige Gute Beth, welche Ulrich Steck nach Reute gerufen habe: „Unserem großen Dekanat wirst du bestimmt gut tun“. Rolf Rauch hieß als Vorsitzender der Kloster-Mitarbeiter den neuen Pfarrer willkommen, er überreichte dabei einen Gutschein für die Waldsee-Therme.

Von der evangelischen Kirche gratulierte Christian Rose: „Ich kenne dich seit Jahrzehnten, bleib weiter so, wie ich dich kenne“. „Beim Fußball würde man von einem hochkarätigen Spieler-Transfer sprechen“, mit diesem Satz begann Bernhard Schultes sein Grußwort. In Vertretung von Bürgermeister Roland Weinschenk bot er dem neuinvestierten Kloster-Pfarrer stets offene Türen bei der Verwaltung wie auch beim Gemeinderat der Stadt Bad Waldsee an. Als Antrittsgeschenk des Klosters überreichte Schwester Maria Hanna dem neuen Pfarrer eine von Schwester Romula eigens gefertigte Tunika.