SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Reute gedenkt am Volkstrauertag der Toten der beiden Weltkriege

Pfarrerin Birgit Oehme und Pfarrer Stefan Werner mahnen zu Frieden in Familie und Volk

Bei kalten Herbstwind, aber mit Sonnenschein wurde in Reute der Volkstrauertag begangen. „Schön, dass ihr alle da seid“, so die freundliche Begrüßung von Pfarrer Stefan Werner in der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul. Damit meinte der Seelsorger vor allem auch die evangelischen Christen mit Pfarrerin Birgit Oehme. Auf Ravensburg anspielend könne in der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee sehr viel Verbindendes festgestellt werden. In seiner kurzen Predigt warnte Stefan Werner vor all zu raschem Verdrängen von Katastrophen. „Wir trauern, wenn wir nahestehende Menschen verlieren, und das ist gut und wichtig. Eine Trauer nicht zulassen, könne krank machen“.

Pfarrerin Birgit Oehme sprach das Ende des Ersten Weltkriegs vor einhundert Jahren an, ebenso erwähnte sie die über 60 Millionen Opfer des Zweiten Weltkriegs. Heute werde viel vom „Volk“ geredet, doch das sind wir ja selber. Ihre Mahnung kam aus der „Bergpredigt: „ Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Söhne und Töchter Gottes genannt werden“. Der Liederkranz Reute unter der Leitung von Joachim Zitzmann umrahmte den Wortgottesdienst mit Chorvorträgen. Anschließend zogen die Fahnenabordnungen der Vereine: Musikverein, Liederkranz, Kyffhäuser-Kameradschaft und SV Reute gemeinsam mit den Kirchenbesuchern ans Kriegerdenkmal bei der Kirchentreppe.

Ortsvorsteher Achim Strobel sprach hier in seiner Rede den Frieden in Europa an. Seit knapp zwei Jahrzehnten ist dieser nach den Auseinandersetzungen im ehemaligen Jugoslawien erst möglich. Doch es brodle um Europa herum und der fürchterliche Krieg in Syrien ist noch lange nicht beendet. Die Fürbitten, gesprochen von Achim Strobel, Angelika Brauchle und Edwin Jehle, beinhalteten ebenfalls den Frieden bei uns und in der Welt. Anschließend wurde am Denkmal der Krieger ein Kranz niedergelegt. Die Musikkapelle Reute-Gaisbeuren unter der Stabführung von Dirigent Erich Steiner intonierte das Lied vom „Guten Kameraden“. Zum Abschluss der Gedenkfeier wurde gemeinsam mit der Musikkapelle die Nationalhymne gesungen.

Text und Fotos: Rudi Heilig