SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Festliche Musik aus drei Jahrhunderten                     

Großes Kirchenkonzert in St. Peter und Paul

Reute-Gaisbeuren sz Mehr Besucher hätte die in neuem Glanz erstrahlende Kirche von Reute zum Kirchenkonzert am Sonntag nicht fassen können. Und so konnte Pfarrer Stefan Werner in seinen Begrüßungsworten vor einem stattlichen Publikum die musikalische Teamarbeit der Gemeinden Haisterkirch, Bad Waldsee, Reute und des Klosters Reute loben, die den Besuchern einmalige Eindrücke bescheren werde. „So schön kann Seelsorge sein“, fasste der passionierte Sänger, der sich danach sogleich in den Chor einreihte, den freudigen Moment zusammen.

Festliche Fanfaren des 67 Köpfe zählenden Musikvereins in großer Besetzung erklangen im ersten Teil von Georg Friedrich Händels berühmter „Feuerwerksmusik“; bei den Waldhornbläsern saß zum ersten Mal Generaloberin Schwester Maria Hanna vom Kloster Reute, die seit ihrer Jugend Waldhorn spielt. Das Stück machte als frühestes Werk den Anfang, darauf folgte das Chorlied „Locus iste“ von Anton Bruckner. Das überaus beliebte und kurze Stück – 1869 geschrieben für eine Kirchenweihe in Bruckners Heimatstadt Linz – für vierstimmigen Chor a cappella gilt zwar als technisch nicht sehr schwierig, aber in der Aufführung erweist es sich doch, ob der Chor die anrührende Melodie emotional und präzis zu gestalten vermag. Hier gelang es ganz wunderbar. Die Leitung übernahm Bernadette Behr, die den „Projektchor Gute Beth“, gebildet aus den Kirchenchören der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee, glänzend vorbereitet hatte. Ein bekanntes Werk der Sakralmusik, „Panis Angelicus“ von César Franck, als Arie für seine „Messe à trois voix“ 1860 komponiert, wurde gesungen von der Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach, die auch im folgenden Hauptwerk, der „Missa Katharina“ des Niederländers Jacob de Haan den Sopranpart übernahm.

Diese 2007 publizierte Komposition, mit der der Komponist einen internationalen Musikwettbewerb gewann, besteht aus den sechs üblichen lateinischen Messeteilen – Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus, und Agnus Dei – und hat neben dem Präludium zwei weitere Instrumentalteile, Offertorium und Postludium. Es ist eine sehr eingängige Musik, die auch manche Längen besitzt, aber Dirigent Erich Steiner hielt umsichtig den großen musikalischen Apparat zusammen – was bei seiner Tätigkeit im Berufsleben als Leiter des Polizeimusikkorps Biberach ja fast selbstverständlich ist. Zusammen mit dem bestens aufgestellten Chor mit einem guten Drittel Männerstimmen gelang eine stimmlich beeindruckend lebendig geformte Aufführung: machtvoll, rhythmisch, präzis in den Volumina aufgebaut. Auch die Verbindung von Solostimmen aus dem Orchester wie Tuben oder Klarinette mit dem Chor sowie die schönen instrumentalen Zwischenspiele schöpften die Komposition nicht nur voll aus, sondern hoben deren Stärken hervor.

Als krönenden Abschluss gab es noch die Endpassage aus Beethovens Neunter „Freude schöner Götterfunken“ im Tutti zu hören – was hätte auch besser gepasst nach einem gelungenen Konzert, das nach dem Glockengeläut mit langem herzlichen Applaus belohnt wurde.

Am Samstag,25. November, um 19.30 Uhr findet das Kirchenkonzert noch einmal statt und wird von dem Privatsender K-TV aufgezeichnet.

mit freundlicher Genehmigung der Schwäbischen Zeitung www.schwaebische.de


Einen beeindruckenden Anblick boten die insgesamt 150 Mitwirkenden des großen Kirchenkonzerts in der Kirche von Reute: der Musikverein Reute/Gaisbeuren unter seinem Dirigenten Erich Steiner und der Projektchor Gute Beth, zu dem auch zehn Schwestern des Klosters Reute gehörten, bewiesen in einem wohl durchdachten Programm große Motivation und große Musikalität. Im Vordergrund neben dem Dirigenten die einzige Solistin, Sopranistin Gertrud Hiemer-Haslach.

Einen beeindruckenden Anblick boten die insgesamt 150 Mitwirkenden des großen Kirchenkonzerts

in der Kirche von Reute: der Musikverein Reute/Gaisbeuren unter seinem Dirigenten Erich Steiner

und der Projektchor Gute Beth, zu dem auch zehn Schwestern des Klosters.