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Festliche Altarweihe in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Reute

Weihbischof Kreidler: "Nach Abschluss der Renovierung ein Haus voll Glanz und Gloria"


Nach achtzehnmonatiger Bauzeit war es am Sonntag soweit: Mit der Altarweihe von Weihbischof Johannes Kreidler erfolgte die Wiedereröffnung der festlich geschmückten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Reute. Neben zahlreich geladenen Gästen, den Franziskanerinnen von Reute und einigen hundert Gläubigen waren auch die Architekten Peter Lukaschek und Jürgen Zimmermann, sowie Künstlerin Sabine Straub anwesend. Letztere erhielt den Zuschlag für die Gestaltung des Altars samt Chorraum.


Weihbischof Kreidler gratulierte der Kirchengemeinde und dem Kloster zur gelungenen Renovation. „Jetzt können wir wieder vor und mit der Seligen Guten Beth zu Gott beten“. Das Jubiläum „250 Jahre Seligsprechung“ der hochverehrten Ordensfrau verschaffe den idealen Rahmen dazu. In seiner kurzen Predigt lobte er den sehr gut gelungenen Altar als „Brücke zwischen Erde und Himmel“. „Die Kirche hat ein neues  Gesicht bekommen, es spricht für die Buntheit der Gemeinde“, so der Prediger.  


Mit der Segnung des neu in die Mitte der Kirche gerückten Taufsteins begannen die Weihezeremonien. Das Team „Kinder hören Gottes Wort“ sang hier bedeutungsvoll: „Ich habe einen Namen, ich bin getauft“. Nach der Segnung des neuen Beichthauses und des Ambos sang der Schwesterchor unter der Leitung von Schwester Franziska die Allerheiligenlitanei. Jetzt begann die Altarweihe. Der Weihbischof besprengte den Altar mit Weihwasser und salbte ihn mit heiligem Öl. Nach der Beisetzung von Heiligenreliquien wurde Weihrauch auf dem Altar verbrannt und das Weihegebet gesprochen. Mit weißem Tuch und Kerzen geschmückt, konnte die erste Eucharistiefeier zelebriert werden. Nach dem Kommuniongang erfolgte die Segnung des neuen Tabernakels. Anschließend standen ein Kommunionkind, eine Neugefirmte sowie ein Ehepaar im Fokus der Kirchenfeier.


Der Kirchenchor  St. Peter und Paul brachte bekannte und feierliche kirchenmusikalische Höhepunkte bedeutender Komponisten zu Gehör. Chorleiterin Bernadette Behr überzeugte einmal mehr mit ihrem gemischten Chor und einem großen Orchester mit Streichern, Bläsern, Pauken und Chororgel.  Nach „Wohl mir, dass ich Jesum habe“ und „Panis angelicus“ erklang stimmgewaltig das „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel. Auch die Familiengottesdienstband unter der Leitung von Volker Schumacher trug zum festlichen Gottesdienst bei.


Pfarrer Stefan Werner und Franziska Tessling als Vorsitzende des Kirchengemeinderats oblag es am Schluss des über zweistündigen Gottesdienstes, allen Verantwortlichen, Künstlern, Handwerkern und ehrenamtlichen Helfern Danke zu sagen. Ein besonders Lob ging hier neben dem Vorsitzenden des Bauausschusses Alex Rehbein auch an Karl Frick. Als „Kirchenkümmerer“ habe er während der Bauzeit neben dem Fachwissen auch seine ganze Kraft und Energie mit eingebracht. Somit war er auch wichtiges Bindeglied für Pfarrer, Architekten und Handwerkern.


Einen gewaltigen Schlussakkord  brachte Chorleiterin und Organistin Bernadette Behr an der großen Kirchenorgel. Mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy - festlich, sinnlich und feurig - endete die feierliche Altarweihe. Als weiteren  Höhepunkt zur Altarweihe veranstaltete der Musikverein Reute-Gaisbeuren zusammen mit einem Projektchor abends vor vielen Hundert Besuchern ein Kirchenkonzert.

Bericht und Foto: Rudi Heilig

Bildunterschrift: Eucharistiefeier am neugeweihten Alter. Von links: stellvertretender Dekan Anatham Antony,

Superior Martin Sayer, Diakon Klaus Maier, Weihbischof Johannes Kreidler,

Pfarrer Thomas Bucher, Pfarrpensionär Walter Weber.