SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Feierliches Kirchenpatrozinium in Kümmerazhofen

Kirchenmesner Josef Schmid fand bei Pfarrer Stefan Werner ein offenes Ohr

Eine Premiere gab es am Mittwochabend in der spätbarocken Kapelle Kümmerazhofen. Pfarrer Stefan Werner feierte erstmals am Gründungstag der Schönstattgemeinschaft das Kirchenpatrozinium. Angestoßen hatte dieses festliche Ereignis der langjährige Kapellenmesner Josef Schmid. Schnell fand er bei Pfarrer Werner dafür offene Türen. Wenn auch noch nicht alle Bewohner aus Kümmerazhofen dieses besondere Fest zu würdigen verstehen, kamen doch immerhin 45 Personen zu diesem festlichen Abendgottesdienst.

Im Jahre 1863 wurde die Kapelle zu Ehren der Seligen Guten Beth von Reute geweiht. Doch in den Nöten des zweiten Weltkriegs erfolgte auf Anregung des damaligen Pfarrers Eugen Schmidt am Rosenkranzfest, 6.Oktober 1940, die Widmung der Kapelle an die Schönstatt-Muttergottes. Davon zeugt heute das Altarbild „Mater ter admirabilis (MTA)“ -Dreimal Wunderbare Mutter-. Dieses Bild ist eine Kopie des von Luigi Crosio gemalten „Refugium Peccatorum“ -Zuflucht der Sünder -. Ende des letzten Jahrhunderts wurde die Kapelle samt Glockenstuhl letztmals saniert. Um die Kosten im Griff zu behalten, leisteten damals viele Bewohner aus Kümmerazhofen unentgeltliche Arbeitsstunden.

Bis vor ein paar Jahren wurde im regelmäßigen Turnus eine Eucharistiefeier in Kümmerazhofen abgehalten. Nach der Pensionierung von Pfarrer Karl Eiberle musste die Seelsorgeeinheit Bad Waldsee dieses Gottesdienstangebot vor ein paar Jahren aus dem Terminplan nehmen. Zwei Mal im Monat wird derzeit zu einer Andacht eingeladen. Sehr beliebt sind dann auch die besonders gestalteten Maiandachten.

Pfarrer Stefan Werner verwies in seiner Ansprache auf die große Bedeutung der Gottesmutter in der heutigen Kirche: „Maria steht niemals allein für sich, sondern als eine, die Christus trägt und zu den Menschen bringt“. So habe die Marienverehrung auch in der modernen Zeit einen sehr hohen Stellenwert. Der abendliche Gottesdienst wurde von einem Bläserquartett der Musikkapelle Reute-Gaisbeuren musikalisch umrahmt. Andrea Burkhardt, Weissenau im Gespräch: „Gerne komme ich im nächsten Jahre wieder zu diesem Patrozinium, ich freue mich immer, wenn ich in meiner schönen Heimat sein kann“.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Klara Buck vermittelt in Reute „Lebensqualität im Alter“

Das neue Angebot der Solidarischen Gemeinde nutzen überwiegend Frauen

Im neuen Seminarraum in der Alten Schule Reute trafen sich am Dienstagnachmittag spontan fünfzehn Frauen und ein Mann zum Thema „Lebensqualität im Alter“. Mit diesem Kursangebot möchte die Solidarische Gemeinde speziell Personen ab 65 Jahren ansprechen. Als Referentin dafür konnte Klara Buck, Gaisbeuren gewonnen werden. „Seit drei Jahren bin ich jetzt im Ruhestand, da war es höchste Zeit, dass ich noch mal etwas Neues angefangen habe“, so die sehr temperamentvolle und agile Leiterin bei ihrer Vorstellung. In diesem Sinne hat sie in Augsburg eine Fortbildung mit dem genannten Seniorenthema absolviert.

Wenn mit den Jahren verschiedene Einschränkungen eintreten, ist es wichtig, nicht nur den Mangel wahrzunehmen, sondern den Blick auf die Fülle des Vorhandenen und auf die Zukunft zu richten. Lebensqualität und Lebensfreude ist nicht nur der Jugend vorbehalten. Im Gegenteil, mit der Weisheit und einem schönen Stück Lebenserfahrung kann ein glückliches und auch frohmachendes Älterwerden gelingen. Dass dabei die Gesundheit eine ganz wichtige Rolle spielt, ist Realität. Deshalb will dieses Seminar auch dafür Hilfestellung geben.

Nach einer “Kennen-Lern-Runde“ hat Klara Buck mit roten und blauen Tüchern gleich ein Exempel zum Thema Gedächtnistraining gestartet. „Haben wir uns die Vornamen der Nachbarn gemerkt?“. So eine Übung scheint erstmals ganz einfach. Doch sobald es dann um mehrere Namen geht, hatte so mancher Teilnehmer etwas Probleme. Deshalb war es ganz praktisch, Reissäckchen einander zuzuwerfen. Großer Spaß zeigte sich dann bald, als hier die Geschwindigkeit zulegte. Bei einem Wörterquiz konnten jeweils zwei Personen zusammen das Ergebnis erarbeiten.

Nach fröhlichem Singen ging die Referentin zum Hauptthema „Herbst“ über. Sie bat zuerst die Kursteilnehmer um spontane Nennungen, was zu dieser Jahreszeit an Negativem einfällt. Natürlich wurden hier sofort der Nebel, die kürzeren Tage sowie ein fallendes Laub genannt. Doch bei einer positiven Betrachtung kamen sprudelnd ganz viele Wörter, wie Altweibersommer, bunte Wälder, Weinlese und Spaziergänge in die Runde.

Bei der Überleitung zum Herbst des Lebens ging Klara Buck gleich vor. Graue Haare, schlechtes Hören, Zahnprobleme, Probleme mit den Hüften und dem Knie und vieles mehr, diese Nennungen erschienen anfangs recht bedenklich. Doch auch hier konnten die positiven Nennungen noch überragen. Die Freude mit den Enkeln, am Morgen länger im Bett bleiben, ein gemeinsames Kartenspiel sowie Zeit für die Nachbarn oder ein Hobby zu haben. Ganz elementar kamen weitere Themen dazu wie: Gelassenheit, Ungebundenheit, Toleranz aber auch der Einstieg in ein ehrenamtliches Engagement.

Wie es sich für aktive Senioren gehört, gab es zwischendurch sportliche Lockerungsübungen. Jeder durfte hier sich so einbringen, wie es ihm die gesundheitliche Verfassung zuließ. Die Betrachtung einer bunten Bilderserie gab Anlass für interessante Gespräche. Dieses Miteinander-Reden sowie ein soziales Netzwerk untereinander ist ebenfalls ein Baustein dieses Seminars. So vergingen 90 Minuten wie im Fluge.

Eine Teilnehmerin äußerte sich spontan: „Dieses Seminar ist gut für den Leib, den Geist und auch für die Seele, ich freue mich heute schon auf dir beiden nächsten Termine im November und Dezember. Angedacht ist auch eine Fortführung für das Jahr 2018.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Liederkranz Reute mit Bernadette Behr an der Orgel beim Erntedankfest in Reute

Beim feierlichen Gottesdienst zum Erntedankfest war die Franziskuskapelle des Klosters in Reute bis auf den letzten Platz gefüllt. Traditionsgemäß hat die landwirtschaftliche Ortsgruppe Reute-Gaisbeuren sowie die Landfrauen den Gottesdienst vorbereitet und mitgestaltet. Pfarrer Paul Thierer, welcher als Pensionär in St. Josef, Altshausen seinen Ruhestand genießt, hielt den Festgottesdienst. In seiner Begrüßung bekannte er seine große Verehrung der Seligen Guten Beth. Er freute sich, zusammen mit der Gemeinde und dem Kloster das Erntedankfest in Reute feiern zu dürfen.

„Sind wir noch dankbar“, begann der Zelebrant seine Predigt. In einer Zeit der „Wegwerfgesellschaft“ ist danken heute nicht mehr für alle selbstverständlich. Lob bekamen junge Familien, welche den Kindern das „Danke-Sagen“ vorleben und auch darauf achten. „Ist es uns aber immer bewusst, dass eine gute Ernte der Bauern doch nur zusammen mit dem Segen des Herrgotts gelingt“ hinterfragte Pfarrer Thierer.

Und weiter: „Sind wir auch bereit, bei einem Leben auf hohem Niveau etwas denen zukommen zu lassen, welche auf der Schattenseite des Lebens stehen“. Eine niedrige Arbeitslosigkeit in unserem Land darf nicht hinwegtäuschen, dass es auch in einem Wohlstandsland durch Krankheit oder andere Hindernisse immer noch genug Menschen gibt, welche einfach auf der Strecke bleiben. „Wer denkt, der dankt“, mit diesem Satz beendete der Pfarrer seine sehr nachdenkliche Predigt.

Die Fürbitten wurden von Ingrid Maucher und Wilhelm Heine vorgetragen. Der Liederkranz Reute mit dem neuen Namen “ Reutissimo“ unter der Leitung von Cornelia Arnold-Weiß und Bernadette Behr an der Orgel übernahm die musikalische Gestaltung des Erntedankfestes. Neben einem herrlichen Erntealtar der Landfrauen gestalteten die Ministranten sehr filigran ein Franziskusbild aus Körnern. Zum Abschluss durften alle Kirchenbesucher einen Apfel vom Erntealtar mit nach Hause nehmen.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Etwa 40 Personen bei der Fußwallfahrt von Gaisbeuren nach Bergatreute

In Dinnenried und in Gwigg wurde Station gehalten – hier gab es auch eine Kaffeerunde

Jahrzehntelang ist es Tradition bei der katholischen Kirchengemeinde Reute-Gaisbeuren, im Monat Oktober eine Fußwallfahrt nach Bergatreute zum Gnadenbild „Maria vom Blute“ auszuschreiben. So versammelte sich am Sonntagnachmittag eine stattliche Gruppe von Gläubigen aus der gesamten Kirchengemeinde sowie auch von benachbarten Orten in der Leonhardskirche Gaisbeuren. Am Erntedanksonntag konnte hier auch gleich ein vom Kindergarten Gaisbeuren schön gestalteter Erntealtar bewundert werden.

Diakon Franz Fluhr eröffnete mit einem Wortgottesdienst die Wallfahrt. „Nehmen wir all unsere Anliegen, Bitten und Sorgen mit auf den Weg zur Mutter Gottes, sie ist unsere Fürsprecherin bei Gott“, mit diesem Satz begab sich die Pilgergruppe auf den Weg. Beachtlich war das Alter der Teilnehmer. Mehrere Personen mit einem Alter von über 80 Jahren - Ruth Branz aus Gaisbeuren war mit 84 Jahren die älteste Wallfahrerin - nahmen die Strapazen der etwa fünf Kilometer weiten Strecke gerne in Kauf. Die achtjährige Marie-Bernadette Fluhr ging mit ihrem Tretroller der Gruppe voraus. Neben dem Rosenkranzgebet gab es auch immer wieder Freiräume für Gespräche untereinander.

Einen ersten Halt gab es in Dinnenried in der Kapelle mit dem großen Altarbild der Heiligen Familie. Gemeinsam wurde hier das Lied „O mein Christ, lass Gott nur walten“ gesungen. Bei zwar dunklen Wolken aber ohne Regen zogen die Pilger weiter nach Gwigg. In der großen, herrlich restaurierten Kapelle, welche dem heiligen Georg geweiht ist, wurde ein Marienlied angestimmt. Wie schon in den Vorjahren gab es hier anschließend bei der Nachbar-Familie Denzler/Sauter eine Kaffeerunde mit Zopfbrot, Butter, Marmelade und Honig. So gestärkt ging es jetzt auf die letzte Etappe. Neu hier eintreffende Personen verstärkten die Pilgergruppe.

Die Glocken der Wallfahrtskirche Bergatreute begrüßten kurz nach sechzehn Uhr die ankommenden Pilger aus Reute und Gaisbeuren. Gemeinsam mit weiteren Kirchenbesuchern wurde hier das Wallfahrtslied „Maria, du vom Blute“ gesungen. Nach einem Segensgebet sprach Diakon Franz Fluhr ein Kompliment für die Teilnahme an alle Fußpilger aus. Mit einem kostenfreien Bus konnten die Wallfahrer zurückfahren.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Zum Danke-Herbstfest der Solidarischen Gemeinde kam auch EU-Kommissar Günther Oettinger 

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Ein Vier-Stunden-Programm -unterhaltsam und informativ - bot die Solidarische Gemeinde Reute-Gaisbeuren am Samstagabend in der festlich geschmückten Durlesbachhalle. Anlass dazu bot der Abschluss der im Jahre 2014 gestarteten Aktion des Sozialministeriums Baden-Württemberg „Gemeinsam sind wir bunt“. Außerordentliche Aktivitäten in Reute-Gaisbeuren veranlassten damals das Ministerium für Soziales und Integration zur Aufnahme in dieses mit 35000 Euro dotierten Projekts der Baden-Württemberg-Stiftung. Mit dem Besuch von EU-Haushalt-Kommissar Günther Oettinger erhielt das Danke-Fest in Reute-Gaisbeuren einen besonderen Höhepunkt.

Konstantin Eisele als Vorsitzender und Motor der Solidarischen Gemeinde freute sich bei seiner Begrüßung über die Anwesenheit zahlreicher Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, Kirche und Kloster. Von den etwa 250 anwesenden Gästen engagieren sich über die Hälfte davon in inzwischen 21 Gruppierungen des Vereins. Anwesend waren auch zahlreiche Personen, welche Angehörige pflegen oder als Besuchsdienst sich regelmäßig engagieren. Neben dem Landtagsabgeordneten Raimund Haser erschienen auch die Bundestagskandidaten Axel Müller und Benjamin Strasser an diesem Wahl-Vorabend.

Weitere Ehrengäste wurden namentlich begrüßt: Generaloberin Schwester Maria Hanna mit den Schwestern des Generalrats der Franziskanerinnen, Bürgermeister Roland Weinschenk, Ortsvorsteher Achim Strobel, Bürgermeister a. D. Professor Rudolf Forcher, Gemeinderäte Elisabeth Pahn, Irmgard Jacob, Wilhelm Heine, Benno Schultes, Rosa Eisele, Pfarrer Stefan Werner und Thomas Bucher, Wolfgang Weis vom Sozialministerium, Gabriele Denner von der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Michaela Sproll und Karl-Eugen Ott von der Katholischen Kirchengemeinde Reute, Hildegard Maucher von der Seniorengruppe, Margret Bredemeier und Agnes Schneider von der Organisierten Nachbarschaftshilfe, Sonja Lutz von der Sozialstation Gute Beth, Projektleiterin Monika Scheeff, Maria Eisele, Waltraud Hoch und Gertrud Reihs von der Anlaufstelle sowie die Musikband um Siegfried Frommelt

Charmant und gekonnt übernahm Pfarrer Stefan Werner die Moderation der Veranstaltung. Er versprach eingangs, dass er in dieser Rolle nicht so schnell sprechen werde wie sonst in der Kirche. Bürgermeister Roland Weinschenk lobte in einem Grußwort das Verständnis der Generationen füreinander. Wörtlich: „Bei so viel einfühlsamen Engagement in der Solidarischen Gemeinde lohnt es sich in Reute-Gaisbeuren auch älter zu werden“. Ortsvorsteher Achim Strobel dankte allen Aktiven für den selbstlosen Einsatz. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck: „Möge unsere Anmeldung zum nächsten Projekt - Quartier 2020 - ebenso von Erfolg gekrönt sein“.

Generaloberin Schwester Maria Hanna - zum Geburtstag gab es spontan ein Ständchen - stellte die Solidarische Gemeinde auf die gleiche Ebene wir ihr Franziskanerinnenkloster. In freier Rede ihr Wort: „Es sind Menschen, die sich einmischen und sich nicht hinter anderen verstecken; die Not sehen, die Ärmel hochkrempeln und handeln“.

„Das Projekt der Solidarischen Gemeinde setzt die Intention unserer Engagement-Strategie vorbildlich um“, lobte Wolfgang Weis vom Sozialministerium des Landes. Die Politik wolle auch künftig solch bürgerschaftliches Engagement auszeichnen und fortentwickeln. Gabriele Denner, Ehrenamtsbeauftragte der Diözese, hinterfragte in ihrem Festvortrag auch das heutige Ehrenamt. Obwohl in Baden-Württemberg sich beinahe die Hälfte der Bevölkerung ehrenamtlich einbringe, sei hier doch ein Strukturwandel erkennbar. Schnell komme die Frage auf: „Bringt es mir etwas“. Auch sollte möglichst das Zeitfenster eines Einsatzes überschaubar sein. Nicht auf Bestehendem ausruhen, daran müsse auch die Kirche fortan arbeiten. Allen Besuchern spendierte Denner eine grüne Einkaufstasche „Hoffnungsträger“.

Projektleiterin Monika Scheeff erarbeitete zusammen mit ihrer Tochter Viktoria eine reich bebilderte Präsentation der verschiedensten Aufgaben und Projekte der Solidarischen Gemeinde. Diese reichte vom Rasenmähen und Schneeräumen über viele soziale Dienste bis hin zum Wandern, Einkehren und Singen. Auch ein von der Jugend aufgenommenes Video zeigte das aktive Ineinandergreifen von Jung und Alt.

Besonderes Medienunteresse erweckte EU-Kommissar Günther Oettinger. Als „Überraschungsgast“ angekündigt, betrat er zusammen mit Moderator Stefan Werner die Bühne. „Was ist ihre Lieblingsfarbe“, diese Eingangsfrage beantwortete er ohne zu überlegen: „Bei der Politik schwarz, bei der Kleidung blau, beim Auto grau und beim Sport rot“. Doch Stefan Werner hakte bei der Politik nach und Oettinger ergänzte: „Hier kann ich als Kommissar aus Brüssel nur sagen, egal ob schwarz, rot, gelb oder grün, die neu gewählte Regierung muss proeuropäisch agieren“.

In seiner kurzen Rede sprach er ein Loblied auf den ländlichen Raum mit Kirche, Vereinen, Bauern, Landfrauen und Handwerkern, aber auch tüchtigen Arbeitern und Ingenieuren. Hier stelle Oberschwaben die Herzkammer der Region dar. „Freude schöner Götterfunke“, die Band um Siegried Frommelt spielte anschließend als Danke dem Kommissar die Europahymne.

Gutes Essen vom Buffet - serviert von den Durlesbach-Schalmeien - gab es neben den Getränken auch gratis. Ehe Siegfried Frommelt mit seinen Musikern zum allgemeinen Tanz aufspielte, erfreute der Singkreis der Solidarischen Gemeinde mit bekanntem und beliebtem Liedgut. Ein Danke erhielten auch die Männer vom Liederkranz Reute für das Aufstellen der Tische und Stühle in der Halle.

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Neuer Volksaltar aus Beton steht seit Donnerstag in der Reutener Pfarrkirche

mit freundlicher Genehmigung der Schwäbischen Zeitung (www.schwaebische.de)

Reute-Gaisbeuren saz „Die barocke Pracht benötigt einen Höhepunkt!“ Als solchen wertet Sabine Straub den neuen Volksaltar aus gefärbtem Beton in der Reutener Wallfahrtskirche, den die Bildhauerin am Donnerstag mit ihrem Team aufgestellt hat. Angeliefert wurden auch Ambo und Tabernakel, die schon rein optisch leichter daherkommen als der 1,2 Tonnen schwere Altar, der auf einem Lastwagen transportiert wurde. Wie berichtet, ging die Künstlerin aus München als Siegerin eines Künstlerwettbewerbes zur Neugestaltung des Altarraumes in St. Peter und Paul hervor. Die 54-Jährige wollte mit dem kühlen Material den Stuckmarmor des barocken Gotteshauses zeitgemäß interpretieren. „Und sie hat diesen Gedanken hervorragend umgesetzt“, lobte Architekt Peter Lukaschek (rechts), der mit Pfarrer Thomas Bucher vor Ort war. Dabei arbeitete Straub erstmals mit Beton und war selbst überrascht vom Ergebnis: „Diese Arbeit war für mich sehr aufregend, aber mir sind große Steine vom Herzen gefallen, dass sie mir so gut gelungen ist.“ Bleibt abzuwarten, wie den Gläubigen das Werk zusagt. Die Altarweihe zum Auftakt der Festwoche „250 Jahre Seligsprechung der Guten Beth“ ist geplant für Sonntag, 19. November.

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Künstlerin Sabine Straub (links) und Architekt Peter Lukaschek begutachten den Volksaltar aus gefärbtem Beton.

Foto und Text: Sabine Ziegler

Kirchenrestauration der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Reute geht in die Endphase      

Festwoche anlässlich der 250 Jahre Seligsprechung der Guten Beth ist Ende November

Keine Handwerkerferien gab es bei der Innenrestaurierung der Pfarr und Wallfahrtskirche in Reute. Der straffe Bauzeitenplan von Architekt Peter Lukaschek erforderte hohen Einsatz der Handwerker und Restauratoren. Begonnen mit den Arbeiten im Juli 2016 konnten vor allem die Steinmetze bei vertretbarem Heizaufwand auch in den Wintermonaten durcharbeiten. Die Elektriker verlegten über zehntausend Meter Kabel für Beleuchtung, Heizung, Lautsprecher, Glocken und Alarmanlage.

Zwei Restauratorinnen waren monatelang mit den Wand- und Freskenarbeiten beschäftigt. Nach Abschluss dieser filigranen Arbeit sollten die Gerüste abgebaut werden. Dieses war aber unmittelbar nach dem heftigen Sturm mit Gewitter-Sturzregen. Aufmerksame Arbeiter entdeckten einen Wassereintrag durch die Fenster. Spontan musste die Restauratorin nochmals einige Tage an Fresken den Schaden beheben. Nach dem Gerüstabbau konnte der neuverlegte Steinboden maschinell gebürstet werden.

Eine Glasbaufirma ist derzeit dabei, Windfangeinbauten zu montieren. Das Beichthaus im rechten Seitenschiff erhält eine Milchglas-Konstruktion. Schreiner beginnen mit dem Einbau des Gestühlbodens für die restaurierten Kirchenbänke. Vor deren Einbau werden die Unterbank-Heizkörper montiert.

Der neue - zwei Tonnen schwere - Altar als Herzstück des Chorraumes mit Ambo und Tabernakel-Stele ist Ende August in Mannheim gegossen worden. Die Anlieferung erfolgt am 21. September. Unter Mithilfe des Steinmetzes wird Künstlerin Sabine Straub, München den Einbau begleiten. Freudig telefonierte sie bereits mit Koordinator Karl Frick: “Der Farbbeton ist sehr gut gelungen, freuen Sie sich in Reute auf ein besonderes Kunstwerk“.

Die Restaurierung der zwanzig Heiligen-Skulpturen –je 60 bis 80 Kilogramm schwer – erfolgte parallel neben den Arbeiten in der Kirche im nahe gelegenen Pfarrhaus. Hier war die Restauratorin froh, dass neben der Feinarbeit immer wieder kräftige Männer um Alex Rehbein und Karl Frick zum Heben und Transportieren zur Stelle waren. Ebenfalls im Pfarrhaus werden Wandbilder und Gemälde restauriert.

In der Sakristei wird der Parkettboden abgeschliffen. Eine Schreinerfirma fertigt dafür die Einbauschränke und auch die Sedilien (Sitze im Altarraum für Priester. Diakone und Ministranten). Der Raum im Obergeschoss erhält einen neuen Teppichboden. Im Außenbereich sind alle Eingänge mit Stufen und Türen verbessert, ertüchtigt und zum Teil auch erneuert worden.

Derzeit ist eine Maurerfirma dabei, den behindertengerechten Eingang von der Klosterseite her mit einer Einfahrrampe zu versehen. Der Pflastervorhof muss neu angelegt werden. Die Gesamtkosten der Restaurierung sollen sich laut Aussage von Architekt Peter Lukaschek im angesetzten Kostenrahmen mit etwa 1,8 Millionen Euro einhalten lassen.

Somit kann wie geplant zum Auftakt der Festwoche - 250 Jahre Seligsprechung der Guten Beth – die Altarweihe mit Weihbischof Johannes Kreidler am 19. November erfolgen. Den krönenden Abschluss der Festwoche bildet das Gut-Betha-Fest am 25. November. Hier wird Bischof Gebhard Fürst die Festpredigt halten. Weitere Höhepunkte im neuen Gotteshaus werden die Konzert-Aufführungen der „Missa Katharina“ sein. Etwa 80 bis 100 Projektsängerinnen und -sänger aus den Chören der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee werden unter Leitung von Bernadette Behr auf das musikalische Zusammenwirken mit der Musikkapelle Reute-Gaisbeuren vorbereitet. Die Gesamtleitung der Konzerte liegt bei Dirigent Erich Steiner.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Abschlussausflug der Vorschüler

Am 21. Juni fand der Abschlussausflug unserer Vorschüler statt. Schon um 8.30 Uhr starteten wir mit dem Bus in Richtung Kürnbach zum Bauernhausmuseum. Dort angekommen stärkten wir uns mit einem kleinen
Vesper, bevor wir den großen Spielplatz erkundeten und anschließend das Bauernhaus von" Theo" bestaunten. In "Theos Haus" erfuhren wir viele spannende Tatsachen über das Leben vor über 100 Jahren. Einhellig
stellten wir fest, dass das Leben früher viel anstrengender war und wir froh sind, dass wir heute mehr spielen dürfen als Kinder zu Theos Zeiten.

Danach schauten wir uns die Schafe an und erfuhren etwas über die Wollgewinnung und -herstellung. Mit bunter Wolle filzte anschließend jeder einen Ball. Die Zeit verflog dabei so schnell, dass wir nach dem Filzen direkt wieder in den Bus nach Hause gestiegen sind. Um 12.15 Uhr waren wir wieder im Kindergarten und hatten jede Menge zu berichten.

Wir danken Omnibus-Müller und dem Bauernhausmuseum Kürnbach für den reibungslosen Ablauf an diesem tollen Tag.

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Das Bild oben zeigt die Kinder beim Wolle-Kämmen mit einer Karde zur Vorbereitung für das Filzen.

Text: Laura Dittus / Foto: Kiga Gaisbeuren

 


Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Reute feierte Fronleichnam

Der große Garten vor dem Gemeindehaus der Katholischen Kirche erwies sich an Fronleichnam wieder einmal als idealer Kommunikations- und Festplatz. Neben den prächtigen Obstbäumen spendeten viele Sonnenschirme den gerne gesuchten Schatten. Da genau seit dem letztjährigen Fronleichnamsfest in der Pfarr- und Wallfahrtskirche Renovierungsarbeiten stattfinden, musste dieses Jahr auf den großen Einzug mit dem Himmel, Kreuz und Fahnen, Ministranten und den Klosterschwestern über die Kirchentreppe verzichtet werden.

Zusammen mit Kapuzinerpater Richard zelebrierte Pfarrer Thomas Bucher den Festgottesdienst. In seiner Predigt nahm er Bezug auf das Evangelium von der wunderbaren Brotvermehrung. Der kleine Junge vertraute einfach seine fünf Gerstenbrote und zwei Fische dem Herrn an, ohne zu wissen, wie Jesus das Problem für die vielen hungrigen Leute lösen wird. Dieses absolute Vertrauen sollte uns hin und wieder auch ermutigen.

Neben der Musikkapelle Reute-Gaisbeuren unter dem Dirigat von Erich Steiner gestaltete der gemeinsame Kirchen- und Schwesternchor unter der Leitung von Bernadette Behr die Eucharistiefeier musikalisch. Bei der folgenden Prozession zusammen mit den Erstkommunionkindern und vielen Franziskanerinnen ging es nach einer Station am „Stern“ durch die Straßen von Reute. Beim Abschluss wurde im oberen Klosterhof neben der „Baustelle Kirche“ das „Großer Gott, wir loben dich“ von der Kapelle intoniert, die zahlreichen Gläubigen stimmten kräftig mit ein.

Besondere Bewunderung erzielten zwei herrlich gestaltete Blumenteppiche. Coletta Petersen hatte diese zusammen mit den Ministranten und deren Eltern kunstvoll gestaltet. Im Jubiläumsjahr der Guten Beth zeigte ein Teppich die Selige selbst, auf dem anderen prangte die berühmte Passionsblume.

Im Anschluss an die Prozession war ein gutes Mittagessen im Gemeindehaus angesagt. Zusammen mit den Mitgliedern des Kirchengemeinderats und weiteren Helferinnen und Helfern wurde in kurzer Zeit serviert. Dank eines guten Besuchs blieb nicht übrig. Gerne wurde anschließend auch das reichhaltige Torten- und Kuchenbuffet angenommen. Zur guten Unterhaltung spielte traditionsgemäß die Musikkapelle. Ein Spiele-Parcours sorgte für abwechslungsreichen Spaß der Kinder.

Bericht: Rudi Heilig / Fotos: F. Tessling

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Info-Flyer der Solidarischen Gemeinde Reute-Gaisbeuren

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SG Flyer 2Den Flyer können Sie hier downloaden - bitte hier klicken


„Open Air“ der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee bei der Eugen-Bolz-Schule

Etwa 700 Gläubige aus vier Kirchengemeinden feierten zusammen einen Festgottesdienst

Aus allen Himmelsrichtungen trafen gestern am Fest Christi Himmelfahrt einige Hundert Gläubige pilgernd an der Eugen-Bolz-Schule ein. Hier in Bad Waldsee wurde als Höhepunkt des Feiertages ein „Open Air“, ein gemeinsamer Festgottesdienst abgehalten. Nachdem schon von Montag bis Mittwoch in allen vier Kirchengemeinden Bittgänge durch die Fluren stattfanden, traf sich am Himmelfahrtstag die gesamte Seelsorgeeinheit zusammen in der Kurstadt. Bei idealer Witterung eine gelungene Premiere.

Gab es im Vorfeld dieses Feiertages in den einzelnen Kirchengemeinden auch ausgedehnte Diskussionen über diesen zentralen Gottesdienst (Wetterrisiko, Wegstrecken, Verkehrsrisiko, zu weite Wege), so wurde doch ein Exempel statuiert. Die Initiative ging vom gemeinsamen Ausschuss der Seelsorgeeinheit unter der Leitung von den Pfarrern Thomas Bucher und Stefan Werner aus. Es sollten einfach alle Christen der vier Kirchengemeinden einmal im Jahr zusammen ein gemeinsames Fest, einen Gottesdienst feiern können. Dazu bot sich die traditionelle „Öschprozession“ an Christi Himmelfahrt geradezu an.

In Reute trafen sich um 8.30 Uhr zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene am großen Klosterkreuz zur ersten Station. Pfarrer Stefan Werner eröffnete die Prozession mit den Worten: „Wir bitten den Herrn der Schöpfung um seinen Segen für uns und die herrliche Natur“. Die Fünf-Kilometer-Strecke führte vorbei am Hof Scheuerle zur dritten Station bei der St. Anna-Kapelle in Steinach. In Haisterkirch traf man sich mit Gemeindereferentin Kerstin Ploil in der Pfarrkirche. Beim „Schwarzen Kreuz“ und beim Freibad wurde jeweils Halt gemacht. Den weitesten Weg hatten etwa ein Dutzend Christen aus Michelwinnaden, viele andere bildeten hier Fahrgemeinschaften bis zum Lidl-Parkplatz. Anschließend wurde zusammen mit Pfarrer Thomas Bucher und Pastoralassistent Markus Schuhmacher beim Ministrantenheim am Schlosssee gebetet und gesungen.

Gläubige aus der Kernstadt - auch eine Vielzahl von Ministranten - trafen sich zusammen mit Gemeindereferentin Sandra Weber an der Kapelle in Mittelurbach zur Prozession ein. Anschließend waren beim Hof Wild und beim Kindergarten St. Martin die weiteren Stationen. Eine eigene Gruppe zog betend ab der Pfarrkirche St. Peter nach Steinach. Die Teilnehmerzahlen können sich sehen lassen. Während in Reute-Gaisbeuren sich etwa 60 Personen betend auf den Weg machten, waren es in Haisterkirch dank der gesamten Ministrantenschar gar 80 Teilnehmer. Zusammen mit den Pilgern aus Mittelurbach war die Gruppe Bad Waldsee mit etwa 150 Betern am stärksten. Da zusätzlich viele Kirchgänger doch das Auto benötigten und den Parkplatz „Bleiche“ nutzten, fanden sich um 10.30 Uhr etwa 700 Gläubige zum gemeinsamen Festgottesdienst ein.

„Kirche an vielen Orten“, die Eugen-Bolz-Schule bot mit ihrem schönen Freigelände dazu eine einmalige Kulisse. Pfarrer Werner stelle den Schlussakkord des Matthäus-Evangeliums: „Seid gewiss, ich bin bei euch alle Tage, bis an das Ende der Welt“ in den Fokus seiner Predigt. Die Stadtkapellen-Oldis sowie die Familiengottesdienst-Band aus Reute gaben dem Feiertag ein besonderes festliches Gepräge. Zum Abschluss des Festgottesdienstes sangen die vielen Teilnehmer unter der Begleitung der Musikkapelle das bekannte Lied „Großer Gott, wir loben dich“. Bevor ein Bus Gelegenheit zur kostenlosen Heimfahrt bot, dankte Pfarrer Werner besonders EBS-Schulleiter Alexander Dorn, Tontechniker Stephan Hirthe sowie der Schönstatt-Mannesjugend für die enormen Vorbereitungen. Ein Platzkonzert der Kapelle sowie Getränke luden noch gerne zum weiteren Verweilen ein.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Muttertagsfrühstück im Kindergarten Reute

Auch der Elternbeirat des Kindergartens „Gut-Beth“ Reute nahm den Muttertag als Anlass, allen Müttern einmal „Danke“ zu sagen. Als Gegenleistung für ihre Unterstützung das ganze Jahr über, verwöhnte der Elternbeirat die Mamas mit einem Muttertagsfrühstück im kath. Gemeindehaus. Auch Petrus spielte mit und so konnten die Mamas bei strahlendem Sonnenschein mal ganz in Ruhe und entspannt ihre Tasse Kaffee trinken und sich am üppigen Frühstücksbuffet bedienen. Im idyllischen Garten waren die Tische liebevoll eingedeckt und luden zum gemütlichen Verweilen ein. „Das ist ja eine tolle Idee“, bedankten sich die Mamas und genossen die Gelegenheit, mit den anderen Frauen auch mal außerhalb des Kindergartens ins Gespräch zu kommen. Organisiert wurde das Frühstück vom Elternbeirat des Kindergartens.

Text und Bild von T. Schürbrock

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Altarneugestaltung

Am Mittwoch, 17.05.2017, begann die Kirchengemeinderatssitzung mit einem Vor-Ort-Termin auf unserer großen Baustelle in der Pfarrkirche. Die Künstlerin, Sabine Straub, welche ja den Künstlerwettbewerb um die Neugestaltung  des Altars gewonnen hat, stellte zwei Probeexemplare mit den vorgesehenen Farbmischungen unseres zukünftigen Altars vor. Dieser wird aus vier verschieden farbigen Betonmischungen bestehen und in sogenannter Hohlbauweise in einem Stück gefertigt. Die Baustellenarbeiten sind laut unseren ausführenden Archtitekten, Herrn Lukaschek und Herrn Zimmermann, voll im Zeitplan. So steht der großen festlichen Wiedereröffnung zum Gut-Betha-Fest im November hoffentlich nichts mehr im Weg.

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Waldtage des Kindergartens St. Leonhard

Den 24. und 25. April sowie den 4. und 5. Mai verbrachten die Kinder des Kindergartens St. Leonhard Gaisbeuren überwiegend im Wald. Das Waldgelände des" Waldstocks" wurde in dieser Zeit von den Kindern bespielt und erobert. Mutig kletterten die Kinder die unterschiedlichen Steilhänge hoch und runter oder rutschten sie herab, was zwar das zwingend notwendige Waschen der Kleidung nach sich zog, aber dafür umso mehr Spaß machte.

Als dann der Regen kam, ging es schnell daran, einen Unterstand zu bauen. Von überall her schleppten die Kinder Äste und Stöcke an. Diese wurden bei Bedarf zurechtgesägt, geschnitzt und danach ineinander verkeilt, so das am Ende eines vollen Bautages ein Regenschutz entstand, unter dem alle Kinder Platz fanden.

Die Waldtage haben die Kinder und Erzieherinnen sehr genossen und werden dieses Naturerlebnis bei hoffentlich schönerem Wetter wiederholen.

Text: A. Halder / Foto: Kiga
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Kindergarten Gut-Beth Reute - Maxi-Kinder waren im Wald                              Bericht und Foto: J. Goetz

Mit dem Rucksack auf dem Rücken trafen sich die Maxi-Kinder des Kindergartens Gut-Beth Reute dienstags an vier Nachmittagen am Kindergarten. Gemeinsam gingen die 14 Kinder (unser Bild zeigt nur einen Teil der Gruppe) dann mit den Erzieherinnen zu dem Waldstück, in dem der Maxiclub stattgefunden hat. Dort angekommen stärkte man sich erst mal mit dem mitgebrachten Vesper.

Beim ersten Maxi-Club wurden zunächst die Regeln besprochen, die man im Wald einhalten muss: in Hör- und Sehweite bleiben, den Müll mitnehmen, keine Beeren essen, nicht mit Steinen und Stöcken werfen und nichts abreißen. Nachdem die Regeln klar waren, haben sich die Maxis die Bäume und vor allem die Rinden der Bäume genau angesehen. Danach durften die Kinder einen "Baumrinden-Druck" machen.

Zum Schluss durfen die Kinder den Wald noch genau besichtigen und dort spielen. Baumhäuser wurden gebaut, Stöcke gesammelt, Schneckenhäuser gesucht; es wurde gesägt und vieles mehr gemacht.

Wir danken der Familie Hildenbrand, dass wir die vier Nachmittage in ihrem Wald verbringen durften.

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Neue „Ehrenamtsakademie“ in Reute der Öffentlichkeit vorgestellt

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Solidarische Gemeinde investierte in der Alten Schule – Landesförderung macht es möglich

Zu einem Tag der offenen Tür hat am Sonntag die Solidarische Gemeinde in die Alte Schule in Reute eingeladen. Nach nur einem knappen halben Jahr Umbauzeit ist hier im linken Erdgeschoss ein großzügiger Seminarraum mit Küche entstanden. Bei diesen Arbeiten waren entsprechende Eigenleistungen Voraussetzung. Das Sozialministerium des Landes fördert nämlich in Reute im Rahmen des ausgelobten Programms „Gemeinsam sind wir bunt“ diesen neuen Schulungsraum. In erster Linie kann hier die Solidarische Gemeinde mit ihren einundzwanzig Gruppierungen eine Heimat finden. Daneben sollen auch vereinsübergreifend andere Vereinigungen darin Platz erhalten. So proben weiterhin am Mittwochabend die Durlesbach-Schalmeien, ebenso kann auch der Musikverein tagsüber im Bedarfsfall seinen Dozenten hier Raum für Jugend-Unterricht anbieten.

Ersten Anstoß für diese vom Land geförderte Investition gab Ortsvorsteher Achim Strobel. Es sollte auf etwa 80 Quadratmetern ein Seminar- und Schulungsraum entstehen. Zusammen mit Hermann Gessler als Bauleiter, Monika Scheeff, Claudia Stehle und Lothar Grobe bildete sich der Arbeitskreis „Alte Schule“. Die Stadt Bad Waldsee als Eigentümerin des Gebäudes ließ mit einem Kostenaufwand von über zehn Tausend Euro die Fenster austauschen und investierte in die Toiletten. Für eine Barrierefreiheit wären aber noch große Umbaumaßnahmen im Eingangs- und Treppenhaus notwendig. Aus diesem Grund verbleit das „Café Miteinander“ bis auf weiteres im Katholischen Gemeindehaus. Eine weitere Nutzung im Erdgeschoß der Alten Schule hat sich die Feuerwehr erarbeitet. Dagegen warten im vorderen Raum viele alte Dokumente auf eine noch ausstehende Archivierung. Im Dachgeschoß probt der Musikverein Reute-Gaisbeuren derzeit unter minimalen Platzverhältnissen.

Während die Solidarische Gemeinde sich den Namen „Seminar- und Schulungsraum“ vorstellte, besteht das Land mit dem eigens ausgelobten Programms „Gemeinsam sind wir bunt“ auf die etwas anspruchsvolle Namensgebung: „Ehrenamtsakademie“. Dazu fließen vom Land 21 700 Euro nach Reute. So verbleibt für die eigene Kasse eine Zahlung von 19 800 Euro. Eigenleistungen haben hier über zwanzig Personen in 258 Stunden erbracht. Während der alte Schulraum einen PVC-Bodenbelag hatte, ist jetzt der alte robuste Parkettboden zu bestaunen. Denkmalschutzgerecht ist das alte Holztäfer behandelt und ergänzt worden. Ein großer Flachbildschirm ist in der alten Schultafel integriert, eine Lautsprecheranlage wird noch montiert.

Einige Hundert Personen, darunter auch viele Franziskanerinnen vom Kloster Reute bestaunten die neuen Räumlichkeiten. Da zur gleichen Zeit im angrenzenden Gemeindehaus das „Café Miteinander“ mit Musik vom „Trio Café Sol“ (Bernadette Behr, Pfarrer Stefan Werner und Hartmut Staib) geöffnet hatte, war reges Pendeln angesagt. Elfriede Jehle und Fritz Christ kamen beim Besuch ihres alten Schulraumes gleich ins Schwärmen: „Gell, an dem Platz sind mir no in de Kriegsjohr beieinander gsessa“. Während der Singkreis der Solidarischen Gemeinde ab sofort seine Montags-Singstunde im neuen Raum abhält, erfolgen die weiteren Terminierungen ab dem Herbst. Am 23. September ist bereits die offizielle Eröffnung mit Vertretern des Landes und der Kirchen angesagt.

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Ortsvorsteher Achim Strobel (links) gibt Erläuterungen zum erfolgten Umbau

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Feierlicher Gottesdienst am Ostersonntag im Tau-Werk des Klosters Reute

Bericht und Fotos: Rudi Heilig


Viele Hundert Gläubige haben den Oster-Gottesdienst im Tau-Werk in Reute mitgefeiert. Pfarrer Stefan Werner konnte dabei auch zahlreiche Erstkommunionkinder mit ihren Familien begrüßen. In seiner Predigt führte er aus, dass nicht nur die Kerzen heute brennen, viel wichtiger sei doch, dass unsere Herzen für den auferstandenen Heiland brennen.


Der Kirchenchor St. Peter und Paul führte unter der Leitung von Bernadette Behr die „Missa brevis“ in C von Anton Diabelli auf. Es handelte sich um die 6. Messe aus seinem Opus 1 für gemischten Chor, Soli und Orchester. Neben den Streichern übernahmen Erika Esenwein und Alexander Dreher den Part der Trompeter, David Miller saß am Schlagwerk. Die choreigenen Solisten Marion Schluck (Sopran), Martina Maucher (Alt), Paul Cambré (Bariton) und Cornelia Arnold-Weiß (Kantorin) gestalteten die Solopassagen.


Beim festlichen „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel reihte sich auch Pfarrer Werner in den Chor ein. „Da kann ich als Pfarrer nicht einfach so daneben stehen“ so sein Kommentar. Die Kommunionkinder bekamen den eigenen Segen, auch weihte Pfarrer Werner die mitgebrachten Osterspeisen. „Neben dem Singen ist Weihwasser sprengen eine meiner liebsten liturgischen Aufgaben“, so scherzhaft der Pfarrer. Auch erinnerte er mit einem Witz von „Oma Paula“ an das aus dem Mittelalter üblichen „Osterlachen“. Ein laut schallendes Lachen und viel Beifall quittierten diese spontane Einlage.
Das Lied „Christus ist erstanden“ sang am Schluss die ganze Gemeinde unter Orgelbegleitung von Bernadette Behr. Im Fokus stand neben dem Altar ein blühender Ostergarten mit dem auferstandenen Jesus. Am Schluss des feierlichen Gottesdienstes stand Pfarrer Werner am Ausgang und wünschte persönlich ein frohes Osterfest.

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Kindergarten-Maxis in der Jugendverkehrsschule Bericht: Kiga Reute Foto: M. Stegmaier

Im September beginnt für die Maxiclub-Kinder des Kindergartens Gut-Beth Reute der sogenannte „Ernst des Lebens“. Damit sie dann den Schulweg gut und sicher bewältigen können, bekamen die Maxis extra Besuch von 2 Polizisten der Jugendverkehrsschule aus Ravensburg. Nach einer kurzen theoretischen Einführung über Verkehrsregeln und Gefahren im Straßenverkehr machten sich die Maxis zusammen mit den beiden Polizisten auf den Weg und liefen die wichtigsten Strecken von und zur Durlesbachschule ab. Unter Anleitung von Herrn Beyrle und Herrn Endres von der Jugendverkehrsschule übten die künftigen Erstklässler direkt vor Ort, worauf sie als Fußgänger im Straßenverkehr achten müssen. Organisiert wurde der Nachmittag vom Elternbeirat in Zusammenarbeit mit dem Kindergartenteam.

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Die Sachenfinderin zu Besuch im Kindergarten Gut-Beth Reute Bericht und Fotos: Kiga Reute

Einen ganz besonderen Vormittag erlebten die Kinder vom Kindergarten Gut-Beth Reute vergangenen Freitag, als das Figurentheater Unterwegs das Stück „Die Sachenfinderin“ aufführte. Die Kinder hatten einen riesigen Spaß dabei, Kari auf ihrer Entdeckungsreise in die große weite Welt zu begleiten. Kari, die kleine Sachenfinderin, entschlüpft der kuchenbackenden Mama aus der heimischen Küche und macht sich auf den Weg… dabei gibt es einige Fragen zu klären: wie kommen denn zum Beispiel knallgelbe kleine Gummistiefel in die Mehltüte oder was kann man alles mit Mamas Apfel- bzw. Eierschneider anstellen ?

Während der Apfelkuchen lecker duftend im Backofen langsam gar wurde, freuten sich die Kindergartenkinder über Kari‘s Abenteuer. Dass die Kinder dann alle ein Stück von Kari’s Apfelkuchen probieren durften, war natürlich der krönende Abschluss einer gelungenen Theatervorstellung.


Organisiert wurde der Theatervormittag vom Elternbeirat zusammen mit dem Kindergartenteam.

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Solidarische Gemeinde Reute-Gaisbeuren ist in 21 Gruppierungen aktiv - Mitgliederversammlung

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Bei der Solidarischen Gemeinde Reute-Gaisbeuren ist ganz schön viel los“ dieses Lob gab es nach der Mitgliederversammlung am Donnerstag in vielen Gesprächsrunden. Kaum war das „Café Miteinander“ im November unter großer Beteiligung der Bevölkerung eröffnet, stand die Gründung des Arbeitskreises „Heimatpflege“ auf der Agenda. Parallel dazu entsteht in der alten Schule in Reute ein Vereins- und Schulungsraum. Hier soll die Solidarische Gemeinde mit ihren inzwischen einundzwanzig Gruppierungen eine Heimat finden. Möglich wurde diese etwa 40 000 Euro-Investition durch das vom Sozialministerium des Landes ausgelobte Projekt „Gemeinsam sind wir bunt“. Zusammen mit kräftigen Eigenleistungen und eingegangenen Spendengeldern belastet diese Baumaßnahme die Vereinskasse durchaus vertretbar. Lob zollte der Vorsitzende Konstantin Eisele in diesem Zusammenhang Hermann Gessler, er bewies sich wiederum einmal mehr als profunder Bauleiter. Dank ging auch an Moni Scheeff als Projektleiterin von „Gemeinsam sind wir bunt“.

Mit großem Interesse und Staunen vernahmen 65 Besucher der Jahresversammlung eine Vielzahl von Aktivitäten. Gut vernetzt ist der unter dem Dach der katholischen Kirchengemeinde nicht eingetragene Verein mit der Kommune, der evangelischen Kirche, dem Kloster Reute, der Sozialstation Gute Beth, der Caritasstelle „Zuhause leben“ sowie der „Organisierten Nachbarschaftshilfe“. Die Mitgliederzahl ist in den letzten Jahren erfreulicherweise auf 450 gestiegen.

Beinahe zwei Stunden vergingen wie im Flug, als die meist prägnanten Berichte der einzelnen Gruppierungen vorgetragen und in einer sehr ansprechenden, erheiternden Weise präsentiert wurden. Begonnen hatte die „Anlaufstelle“ mit Waltraud Hoch, Gertrud Reihs und Maria Eisele. Geöffnet an zwei Tagen pro Woche erfolgt hier die gesamte Koordinierung von Terminen und Einsätzen. Rosita Kotté hat beim Besuchsdienst ein Team von zehn Personen, welche regelmäßig bei Alleinstehenden Personen für Abwechslung und Unterhaltung sorgen und dabei ihre Zeit schenken. Künftig wolle man auch noch enger mit dem Besuchsdienst der Caritas zusammen arbeiten.

Manfred Lerrach betätigt sich als monatlicher Wanderführer. Er berichtete von durchschnittlich 25 Teilnehmern. Ende April soll es hier eine Werksbesichtigung beim Wohnwagenbauer Carthago in Aulendorf geben. Christel Teofanovic konnte als Sprecherin des Singkreises von den wöchentlichen sehr lockeren Proben berichten. Dem Thema „Heimatpflege“ hat sich besonders Franz Zembrot angenommen. „Schützen und erhalten ist unsere vornehme Aufgabe“ so begann der ehemalige Leiter des Straßenbauamtes Ravensburg seinen Vortrag. Exemplarisch nannte er hier das Feldkreuz an der Landstraße Richtung Gaisbeuren. Beim hier neu entstehenden Bankgebäude mit angrenzendem Nahversorger sollte auch dieses alte Wegkreuz seine „Neuerstehung“ bekommen.

Der ehemalige Konrektor der Realschule Kurt Lais nannte im „Generationen übergreifendes Projekt“ einen PC-Kurs. Hier mühten fünf Schüler, den älteren Teilnehmern Grundkenntnissen beizubringen. Ein Kurzfilm über gelebte Solidarität in Reute-Gaisbeuren erbrachte großes Interesse. Besonders das alte und leerstehende Pfarrhaus, aber auch so manche andere freigewordene Immobilie liegt der Gruppe „Dorferneuerung“ sehr am Herzen. Während Anke Stenkamp sich um das qualifizierte Ehrenamt kümmert, hat Pfarrer Stefan Werner die Kommunikation und die Medien im Blick.

Die Vereinskasse, welche auch die Rücklagen des vorgehenden Krankenpflegevereins beinhaltet, konnte im Berichtsjahr um 13 000 Euro aufgestockt werden. Dieser Überschuss werde aber im laufenden Jahr für den neuen Vereinsraum mehr als aufgebraucht, erläuterte Kassenverwalter Manfred Lerrach. Geprüft wurde die Kasse von Angelika Brauchle und Ralf Strobel. Beim Ausblick nannte Konstantin Eisele vor allem die Bewahrung und Stabilisierung der vielen begonnenen Projekte und Maßnahmen. Hauptziel der Solidarischen Gemeinde sei weiterhin zu helfen, wo Hilfe benötigt wird und bei diversen Aktionen Menschen zusammen zu bringen. Auch nannte er konkrete Bauvorhaben in Reute, welche barrierefreies Wohnen in Planung haben. Sozialamtsleiterin der Stadt Bad Waldsee, Gerlinde Buemann zeigte sich von der Vielzahl der Aktivitäten und Angeboten - auch von der großen Anzahl Ehrenamtlicher - sehr beeindruckt und war voll des Lobes. SG Hauptversammlung2017Artikel

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Sitzung des Bauausschuss   Bericht und Fotos: R. Schumann

Am Donnerstag, 09.03.2017, traf sich der Bauausschuss und fast alle Mitglieder des KGR zu einer Besprechung in der Pfarrkirche. Es galten einige wichtige Entscheidungen bezüglich des zukünftigen Inventars zu treffen. So stand die Auswahl der neuen Deckenleuchten, die Ausgestaltung des Gestühls und des Bodenbelags auf der Tagesordnung. Man war sich bei jedem Punkt sehr schnell einig, was bestimmt auch an den sehr gut vorbereiteten Mustern der jeweiligen Firmen lag. Unsere große Innenrenovation läuft bislang weiterhin ohne größere Probleme voran. Nach diesen wichtigen Entscheidungen kann nun das Innengerüst aufgestellt und die Restaurierung des Gestühls fortgeführt werden. Im gesamten Altarraum wurde bereits der Boden erneuert. Ein herzliches Vergelt's Gott an alle Ehrenamtlichen Helfer und die beteiligten Firmen für die gute Vorbereitung der Sitzung.

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Kirchenchor St. Peter und Paul, Reute stimmt auf die österliche Bußzeit ein             

Zu Ehren des 80. Geburtstages von Pfarrer Karl Eiberle ein Konzert in der Kirche St. Peter, Bad Waldsee

Fast vier Jahrzehnte war Pfarrer Karl Eiberle in der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Reute. Zuvor war er acht Jahre Kaplan in Bad Waldsee. Seine Pensionierung nahm der rüstige Pfarrer erst mit Vollendung des 75. Lebensjahres an. Bei der Suche nach einem neuen Wohnort hielt sich der Geistliche an den Wunsch der Diözesanleitung, außerhalb der eigenen Seelsorgeeinheit. So bezog er eine Wohnung in Tannweiler, nach seinen Angaben: „nur 50 Meter weg im Aulendorfer Terrain“.

Als Pensionär ist er seit dieser Zeit in vielfältigem Einsatz. Seine Gottesdienste sind gefragt, als Prediger kommt er gut an. Seit drei Jahren ist er engagiertes Chormitglied und Sänger im Bass beim Kirchenchor St. Peter und Paul in Reute. Gerne nimmt er auch die Gelegenheit wahr, nach der Probe noch in froher Runde mit den Sängerinnen und Sängern zusammen zu sitzen.

Zu Ehren des 80. Geburtstages von Pfarrer Karl Eiberle gab der Kirchenchor Reute ein Kirchenkonzert: „English Carols – Liturgische Chor- und Orgelmusik aus England“. Wegen der derzeitigen Renovierung der Kirche in Reute lud der Chor nach St. Peter, Bad Waldsee ein. Unter der Gesamtleitung von Chorleiterin Bernadette Behr –meisterlich spielte sie auch die neu renovierte Chororgel – begeisterte der Chor die aufmerksamen Besucher. Als Solisten aus den Chorreihen überzeugten bravourös: Marion Schluck, Sopran: Martina Maucher, Alt; Pfarrer Stefan Werner, Tenor; Paul Cambré, Bass. Am Klavier bewies Hermann Bromenne sein Können. Lang anhaltender Beifall der sehr zahlreichen Besucher wurde mit einer Zugabe belohnt. Spenden anstelle von Eintritt gingen an die Orgelrenovierung St. Peter.

Glückwünsche zum runden Geburtstag sprach neben der Vorsitzenden des Kirchenchores Cornelia Arnold-Weiß auch Pfarrer Thomas Bucher. Anschließend hatte der Jubilar zu einem Abendessen ins „Hotel Gasthaus Adler“ nach Gaisbeuren eingeladen. Hier empfing die Musikkapelle Reute-Gaisbeuren unter der Leitung von Daniel Maucher den Jubilar mit einem Ständchen. Rudi Heilig gratulierte dem Pfarrer und langjährigem Mitglied des Musikvereins mit den Worten: „Willkommen in Reute-Gaisbeuren, hier hast du deine Heimat“. In Anspielung auf den heute noch aktiven Flieger beim Sport- und Segelfliegerclub Reute meinte Heilig: „Der Luftraum über Reute und Bad Waldsee ist doch seit Jahrzehnten schon gut in deiner Hand“. Nach dem „Fliegermarsch“ nahm Karl Eiberle beim Blutfreitagsmarsch – er reitet seit über 40 Jahren beim Blutfreitag in Weingarten mit – den Taktstock in die Hand. Sinniger Weise stimmte der Chor das Lied von Reinhard May „Über den Wolken“ an, im Text wurde hier so manche Pointe des Pfarrers skizziert.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Am 25. Januar 1957 - also vor 60 Jahren – brannte die Pfarr- und Wallfahrtskirche Reute          


Der damalige Ortspfarrer Karl Füller war erst zehn Tage hier im Amt

„Die Kirche brennt“, dieser Schreckensruf durcheilte an einem Donnerstag die damalige Gemeinde Reute. Als Erster bemerkte um 5.45 Uhr den Brand ein Einwohner, welcher sich auf den Weg zu seiner Arbeit im Kloster Reute machte. Er alarmierte die Feuerwehr. Als die Ortsfeuerwehr von Reute eintraf, stand bereits der Dachstuhl des rechten Seitenschiffs in Flammen. Wegen der exponierten Lage der Kirche war es schwierig, dem Brand mit Wasser beizukommen. Die um 6.30 Uhr eintreffende Motorspritze von Bad Waldsee konnte dann wegen der nahen Klostergebäude nicht in die unmittelbare Nähe der Kirche gelangen. Mit Gaisbeuren und Ravensburg waren weitere Feuerwehren im Einsatz.
Viele Bewohner von Reute eilten zum Brandplatz, um brennbare Gegenstände aus der Kirche zu entfernen. Aus der Sakristei, die vollständig ausbrannte, konnte aber nicht das Geringste gerettet werden: Sämtliche Paramente und Kelche, die Monstranz sowie die Kirchenwäsche und die gesamte Einrichtung fielen dem Brand zum Opfer. Erst als im Innern der Kirche die Decke des rechten Seitenschiffes durchgebrannt war, konnte das Feuer von innen bekämpft werden. Jetzt erst bestand Hoffnung, dass das Feuer sich nicht auch noch auf den Dachstuhl des Mittelschiffes ausbreitete.

Der Schadensumfang war riesig. Außer dem Dach und der Decke des rechten Seitenschiffes musste das ganze Kircheninnere renoviert werden. Durch Wasser, Qualm und Hitze erlitt es starke Beschädigungen. Die Kirche war schwarz von Rauch und Ruß. Die Gemälde waren fast nicht mehr kenntlich. Ein Wandfresko von der Guten Beth hatte sich gelöst und ist herabgefallen. Auch haben sich durch Wasser und Hitze öfters Stuck und Putz gelöst. In der „Schwäbischen Zeitung“ wurde damals von einer Schadenssumme in Höhe von 250 000 DM berichtet. Diese Summe beinhaltete aber nicht die gesamte Erneuerung des Kircheninneren.

Die kriminaltechnischen Ermittlungen zur Brandursache brachten schnell Klarheit. Glühende Brikettasche, welche am Vorabend aus dem Ofen des Oratoriums in einen Ascheneimer gelehrt und auf die Bühnentreppe gestellt wurde, brachte den Eimer selbst zum Glühen. So fingen die Treppenstufen und die Treppe Feuer, diese stürzte dann in das Oratorium. Jetzt brannte nach stundenlangem Schwelen der Fußboden. Bald fraß sich das nächtliche Feuer in die Sakristei sowie das anliegende rechte Seitenschiff.
Da die Decke im Mittelschiff unbeschädigt blieb, konnten bereits wenige Wochen später in der völlig verrauchten Kirche wieder Gottesdienste abgehalten werden. Renovierungsziel war, zum Gut-Betha-Fest im November 1957 weitgehend fertig zu werden. Durch Spenden der Einwohner der Pfarrei Reute sowie vieler Wallfahrer konnte der von der Versicherung nicht abgebildete Schaden beinahe bezahlt werden. Die Altäre, laut „Schwäbische Zeitung vom 26. 01.1957“ keine Zierde der Kirche, wurden bei der Gesamtrenovierung nur teilweise ersetzt. Somit war nach 60 Jahren die jetzt begonnene Renovierung (siehe auch den separaten Bericht) längst überfällig.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Die Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Peter und Paul in Reute ist derzeit Großbaustelle


Nach den Erd- und Betonarbeiten sind jetzt Steinmetze am Werk – Kostenrahmen wird eingehalten


Nach dem Ausbau von Kanzel, Hochalter, Marien- und Josefsaltar durch eine Steinmetzfirma kamen die Erd- Aushub- und Maurerarbeiten zum Einsatz. Es mussten etwa 50 Kubikmeter Bauschutt ausgebrochen und abgefahren werden. Dabei kamen Minibaggern und leistungsstarke Staubabsaug-Gebläse zum Einsatz. In den Gestühls- und Altarstufenbereichen wurden für die Unterkonstruktionen gut 40 Kubikmeter Beton eingebaut. Für die Haustechnik waren viele Gräben und Mauerdurchbrüche mit auch zwanzig Kernlochbohrungen notwendig.

So wurde eine neue Hauptstromzuleitung mit 80 Metern vom neuen Transformatorhaus beim Pfarrhaus bis hoch über die Sakristei zur Hauptverteilung gelegt. Ebenso die neue Wasserversorgung vom Außen-Hydranten durch die Kirche zur Sakristei und auch zum Putzraum. Alle fünfzehn Fenstersimsen wurden aufgeschlagen, hier kommen Heizstrahler zum Einsatz. Seit acht Wochen verlegen Elektriker mit Bohren, Stemmen und Fräsen Lehrrohre und Zuleitungen für Heizung, Beleuchtung, Lautsprecher und Alarmanlage in Fußböden und Wände.

Steinmetze verlegen wieder die ausgebauten Fußbodenplatten, dabei werden schadhafte Teile mit guterhaltenen Platten vom Altarraum getauscht. Dort können demnächst 60 Quadratmeter neue, ebenfalls fränkische Jura-Marmorplatten ihren Platz finden. Es werden Fußboden-Schleifmuster im Nassverfahren mit bis zu drei Millimeter Abtragung ausprobiert und hergestellt. Architekt und Bauexperten sind der Meinung, dass mit diesem Verfahren möglichst viele der insgesamt 400 Quadratmetern Fußboden erhalten bleiben können. Mit gleicher Behandlung sollen auch die ausgebauten Treppenstufen zum Altarraum nach Überarbeitung in der Werkstatt wieder ihren Platz erhalten.

Wenn mit vertretbarem Heizaufwand auch die nächsten Wochen gearbeitet werden kann, sieht der vom Architekturbüro bei der jüngsten Sitzung des Kirchengemeinderates vorgestellte Bauzeitenplan folgendes vor: Im März sollen die Wandgerüste aufgestellt werden. Dann können Stuckateure und Freskenrestauratoren mit der Arbeit beginnen. Im Verlauf des Sommers sind die Glaserarbeiten mit Fenstern, Windfangeingänge und Beichthaus terminiert. Der Gestühlsboden, die Kirchenbänke (versehen mit einer Bankstrahlerheizung) sowie das Sakristei-Mobiliar werden danach eingebaut. Der neue Altar mit Ambo und Tabernakel erhält dann zu Schluss in der komplett renovierten Kirche seinen Platz. So soll der Altareinweihung zu Beginn der Festwoche -250 Jahre Seligsprechung der Guten Beth- am 19. November 2017 nichts im Wege stehen. Keine Sorge hat Architekt Peter Lukaschek mit den Kosten, er versprach: „Der angesetzte Kostenrahmen mit knapp 1,8 Millionen Euro kann nach den getätigten Vergaben eingehalten werden“.

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

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Geschichtlicher Weg der Gut-Betha-Statue im Eibhaus-Kapellchen, Möllenbronn

Verfasser: Karl Frick

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Bereits 1625 (Bau der Kirche) gab es auf dem Gut-Betha-Platz in Waldsee eine kleine Elisabeth-Kapelle zu Ehren der Elisabeth-Achler (140 Jahre vor ihrer Seligsprechung 1766) also auf dem Standort ihres ehemaligen Geburtshauses im 14. Jahrhundert.

1715 wurde diese Kapelle vergrößert und schöner ausgestaltet (neuer Altar usw.)

1790 wurde diese Kapelle abgebrochen im Zuge der Säkularisation und Bilderstürmerei

1790 wurde ebenso auch das Augustiner Chorherrenstift, das Franziskanerinnenkloster aufgelöst (Finanzamt – Pfarrhaus)

Aus dieser genannten Kapelle stammt das steinerne Standbild der seligen Betha, das nach dem Abbruch nach Haisterkirch gekommen war (lt. Schnitzer-Buch von 1896).

1860 stöberte eine Müllerstochter aus Osterhofen das Standbildnis bei einem Bauern auf, der es in Waldsee gekauft hatte (70 Jahre vorher), wo es auf einem Brunnen vor der später abgebrochenenen Kapelle gestanden war (lt. Schurer-Gut-Betha-Büchlein).

1863 stiftet diese Frau das Gut-Betha-Standbild der Kirche von Reute (aus Schnitzer-Buch)

1863 wird auf dem Kirchplatz in Reute (10 Meter vor dem heutigen Kriegerdenkmal) ein im Wesentlichen von den Gebrüdern Birkenmeier von Gaisbeuren gestiftetes Gut-Betha-Denkmal mit dem steinernen Standbild der Seligen errichtet (Foto 1920)

1922 wird auf dem oberen dahinter liegenden Kirchplatz das heutige Denkmal mit 96 Namen von Gefallenen des 1. Weltkrieges errichtet. Darauf steht eine „tröstende Gut-Betha-Skulptur mit einem zu ihren Füßen liegenden verwundeten Soldat.“

1940-45 wird das alte Gut-Betha-Denkmal von 1863 wieder abgerissen, weil jetzt mitten im 2. Weltkrieg das Helden-Ehrenmal einen noch höheren Stellenwert bekommen muß!

1945 nach Kriegsende und wieder in Sicherheit, wandert die alte Gut-Betha-Steinplastik in den schon 1941 renovierten alten Bildstock nach Eibhaus/Möllenbronn.

1967 Abbruch dieses alten Bildstocks, weil er einer Erneuerung, Teerung und Begradigung des Verbindungsweges von Reute nach Möllenbronn im Wege stand. – Deshalb erfolgte ein Neubau des jetzigen, schmucken Gut-Betha-Bildstocks, als offene Wegkapelle mit Renovierung der Steinplastik als wunderschöne, farbliche Darstellung der Guten Beth mit ihrer innigen Liebe zum gekreuzigten Heiland.

Erbaut also im 200. Jubiläumsjahr der Seligsprechung Betha’s von Maurer und Landwirt Vinzenz Striegel vom Eibhaus nebenan, zusammen mit Möllenbronner Bürgern auf dem Grundstück von Landwirt Karl Nold. Die Bauplanung erstellte H. Hasselberg als freier Architekt von Reute.

2009 Beim Tag des offenen Denkmals habe ich bei der Fotoausstellung im Gasthaus „Sonne“ in Reute zwei schöne große Farbfotos vom Gut-Betha-Denkmal von ca. 1920 entdeckt. Niemand wusste dazu eine Erklärung oder Erinnerung dazu. Ich erkannte diese Gut-Betha-Statue in allen Details unzweifelhaft als die heute in Eibhaus stehende 90 cm hohe Sandsteinfigur der Guten Betha.Im Buch „Stätten der Stille“, 2009, v.V. Rückgauer RV, wird sie fälschlich als Holzfigur bezeichnet. Auch ihre Entstehungsaussage deckt sich mit dem Ergebnis meiner intensiven Nachforschungen zwischen 1623 bis 1766 (Graböffnung bis Seligsprechung). Somit sind mit meinen geschilderten Nachforschungen mindestens die letzten 250 Jahre dieser Eibhaus Gut-Betha-Figur fortlaufend nachzuweisen.

Literatur-Quellen. Gut-Betha-Büchlein 1957, Paul Schurer; Pfarrei-Chronik Reute, „Die Blume Oberschwabens“ 1896, v. J. Schnitzer S.63/64

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Ehrung langjährige Mitglieder

Am 4. Adventssonntag 2016 wurden während des feierlichen Gottesdienstes in der Franziskuskapelle
in Reute langjährige, verdiente Mitglieder des Kirchenchores Reute geehrt.
So bekamen Anke Cambé für 10 Jahre, Ursula Halder und Paul Cambé für 20 Jahre, sowie Cornelia
Arnold-Weiß für 25 Jahre eine Urkunde für langjährige aktive Dienste in der Kirchenmusik verliehen.

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Abbildung 1: v.l.: Pfarrer Stefan Werner, Cornelia Arnold-Weiß, Ursula Halder, Anke Cambré, Paul Cambré

Auch Karl Frick wurde in diesem Gottesdienst eine Urkunde für das erste Ehrenmitglied des
Kirchenchores Reute überreicht. Er war in der vergangenen Jahreshauptversammlung als langjähriges
und sehr verdientes Kirchenchormitglied einstimmig dazu ernannt worden.

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Abbildung 2: Karl Frick, Pfarrer Stefan Werner

Die Ehrungen wurden von Herrn Pfarrer Stefan Werner in feierlichem Rahmen vorgenommen.

Bericht und Fotos: Simone Rebmann


 


 

Ständchen für Generaloberin Schwester Maria Hanna        Bericht: Rudi Heilig / Fotos: Sr. Elisa 

Am Sonntagabend versammelten sich die Musikanten des Musikvereins Reute-Gaisbeuren zu einem Ständchen anlässlich der Wahl von Sr. Maria Hanna zur neuen Generaloberin in der Marienkapelle. Zwischen den Werken "Highland", "Cathedral", "Hallelujah", "Arrival" (Solo für 2 Piccolo-Trompeten: Georg Zwicknagl und Peter Brändle), "My Way" (Solist Gerolf Maucher) und "Tochter Zion" gratulierte Rudi Heilig neben der Generaloberin auch der neugewählten Generalvikarin Sr. Walburga sowie den weiteren Mitglieder der Generalleitung Sr. Birgitta, Sr. Gudrun, Sr. Myria, und Sr. Rebecca. Unter großem Beifall der vielen anwesenden Franziskanerinnen überreichte der Vorsitzende weiße Rosen an die neu gewählten Schwestern. Hocherfreut dankte die neue Generaloberin den Musikern. Da sie selber Waldhorn spiele, habe sie zu dieser Musik auch eine ganz besondere Beziehung. Beim anschließenden Vesper mit Bier vom Fass in der Begegnungsstätte des Klosters gab es noch viele gute Gespräche.

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Lichterprozession zum Auftakt des Gut-Betha-Festes      

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Trotz kaltem Ostwind sind gestern Abend über einhundert Gläubige zur Lichterprozession gekommen. Beim Gut-Betha-Bildstock am Ortseingang vom Reute versammelten sich viele Franziskanerinnen mit der Kirchengemeinde. Singend und betend ging es anschließend zum Klosterberg. Obwohl die Pfarrkirche derzeit wegen der Renovierung geschlossen ist, konnte der feierliche Abschluss am Grab der Guten Beth abgehalten werden.

Am Freitag, 25.11.2016, dem Geburts- und Sterbetag der Guten Beth, war um 9.30 Uhr der Festgottesdienst im „Tauwerk“ des Klosters. Festprediger war Dekan Ekkehard Schmid, der Schwesternchor umrahmte musikalisch.

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Gute Beth von Reute ist die Passionsblume Oberschwabens

Viele Hundert Wallfahrer kommen zum Fest – Geistliches Konzert mit der Family Africa Band

Das Gut-Betha-Fest in Reute dieses Jahr an einem ungewohnten Platz. So mussten nicht wenige Wallfahrer trotz Beschilderung erst im Klosterareal das „Tauwerk“ suchen. Dieses dient derzeit wegen der Kirchenrenovierung der Pfarr- und Wallfahrtskirche als Festsaal bei großen kirchlichen Veranstaltungen. Im Mittelpunkt schmückte hier ein Erntedankteppich, den Frauen aus Ummendorf künstlerisch gestalteten, den Altarraum. Er zeigt die Gute Beth, wie sie an der Klosterpforte Brot an die Armen austeilt.

Auftakt des großen Kirchenfestes am Geburts- und Sterbetag der Guten Beth war eine Lichterprozession am Vorabend (wir berichteten). Über100 Gläubige zogen, um den Frieden in der Welt betend, unter Glockengeläut vom Gut-Betha-Bildstock zum Grab der Seligen. Aus diesem Anlass wurde die sonst wegen Bauarbeiten gesperrte Kirche freigegeben. Nach Segensworten von Diakon Franz Fluhr dankte die neugewählte Generaloberin Schwester Maria Hanna den Wallfahrern für die große Treue zur Guten Beth. Anschließend lud sie alle Pilger zu einer Begegnung bei Zopfbrot und Tee ins Kloster ein.

Pfarrer Stefan Werner konnte am Freitag viele Hundert Besucher im „Tauwerk“ willkommen heißen. Zusammen mit weiteren neun Geistlichen zelebrierte er den Festgottesdienst. Dekan Ekkehard Schmid, Weingarten stellte in seiner Predigt die im Jahre 1386 geborene Elisabeth Achler als damals schon selbstbewusste und emanzipierte junge Frau vor. Die Tochter eines angesehenen Webermeisters aus Waldsee wächst in Wohlstand und Geborgenheit in unsicherer Zeit auf. Mit vierzehn Jahren empfängt sie die Sakramente und tritt in Kontakt zu einem Pfarrer, der sie vor allem als „Beichtvater“ begleitet.

In diesem jugendlichen Alter entscheidet sie sich für ein Leben nach den franziskanischen Regeln. Sie nimmt Abschied vom Elternhaus und geht ein paar Jahre später mit vier weiteren jungen Frauen in eine Klause nach Reute. Hier übernahm sie Dienste in der Küche und an der Klosterpforte. Als fromme Frau versuchte sie Jesus zu verstehen, in allem was er für die Menschen getan hatte. Besonders versetze sie sich in sein Leiden und Sterben am Kreuz. Sie bekommt die Wundmale, so war sie buchstäblich geprägt vom Mit-Leiden. Zwölf Jahre lang lebte sie nur von der Eucharistie. Schon damals galt ihre große Sorge der Einheit der Kirche. Bekannt ist ihre Vision, dass mit dem Martinstag 1417 auf dem Konstanzer Konzil ein Papst gewählt wird, der für diese Einheit steht. „Möge die Passionsblume Oberschwabens im Jubiläumsjahr besonders schön zum Blühen kommen“, mit diesem Satz sprach der Prediger das 250-jährige Seligsprechungs-Jubiläum in diesem und nächsten Jahr an.

Unter Verstärkung aus dem Kirchenchor Reute sang der Schwesternchor feinstimmig unter der Leitung von Sr. Franziska, an der Orgel begleitete Sr. Liberata. Nachmittags brachte die „Family Africa Band“ feurige afrikanische Anbetungsmusik auf die Bühne. Pfarrer Werner ermutigte dabei zu herzhaftem Spenden: „Es wäre toll, wenn mit diesem Geld in Uganda ein Gut-Betha-Brunnen gebaut werden könnte, zu dessen Einweihung machen wir dann zusammen einen Besuch“.

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Family Africa Band begeistert beim Gut-Betha-Fest in Reute

Einen ganz besonderen Beitrag zum Festtag der Seligen von Reute brachte die "Family Africa Band" am Nachmittag im "Tauwerk" des Klosters. Die neunköpfige Band gab mit ihrem Gesang und ihrer Musik ein herrliches Zeugnis des Glaubens. "Ihr habt mit euren Missionaren die Religion zu uns gebracht, mit herzlichem Dank kommen wir mit Musik zu euch", so der Sprecher der Band. "In Uganda haben wir dank der Hilfe vieler guter Menschen Brunnen bauen können, wenn unsere Musik euch gefällt, dann dürft auch ihr dafür spenden", lautete eine sympathische Botschaft. Am riesigen Beifall hat es sich gezeigt, dass die feurige afrikanische Anbetungsmusik bestens ankam. Pfarrer Stefan Werner als Initiator dieser Veranstaltung ermunterte ebenfalls zum Spenden: "Es wäre toll, wenn mit diesem Geld in Uganda ein Gut-Betha-Brunnen gebaut werden könnte, zu dessen Einweihung machen wir dann zusammen einen Besuch". 

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 Heimatpflege in Reute und Gaisbeuren – Die Solidarische Gemeinde gibt dazu Anstoß 

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Kaum ist das „Café Miteinander“ in die Gänge gebracht worden, hat die „Solidarische Gemeinde“ Reute-Gaisbeuren ein weiteres Aufgabenfeld im Fokus. Vorsitzender Konstantin Eisele nimmt das Thema „Heimatpflege“ nun ins Visier. Dazu hat er mit Franz Zembrot einen engagierten Mitstreiter mit im Boot. Er war es nämlich, der seinen ehemaligen Schulfreund Diplomingenieur Georg Zimmer aus Leutkirch zu einem Referat nach Reute ins katholische Gemeindehaus eingeladen hatte. Von Beruf Architekt und Stadtplaner ist er heute langjähriger Vorsitzender der Heimatpflege Leutkirch und Initiator der Autobahnkapelle. Bei der Arbeitsgemeinschaft „Württembergisches Allgäu“ hat er ebenfalls Vorstandsaufgaben.

„Was ist Heimat“ so begann der Referent seinen Vortrag. Sicher werden die meisten der etwa 50 interessierten Besucher auf diese Frage dann den Geburtsort, oder auch das Geburtsland benennen. Doch Jugendliche denken heute  auch anders, “Heimat ist für mich, wo ich WLAN habe“, diese Aussage habe dann eine völlig andere Dimension. „Wenn ein alter Mensch stirbt und keine Aufzeichnungen über sein Leben vorhanden sind, geht ein sehr wertvoller Teil unserer Heimatgeschichte damit verloren. Ebenso ist es, wenn ein Gebäude abgerissen, der letzte Schmied oder Wagner seine Tore schließt, ein dominanter Baum gefällt, oder auch ein Brauchtum aufgegeben  wird“, mahnte der Heimatpfleger.

Die Herkunft der Familiennamen, die Bezeichnung der Feldfluren sowie alte Straßenbenennungen seien ebenfalls wichtige Indikatoren für das Leben unserer Vorfahren, so Georg Zimmer. Auch Kapellen, Wegkreuze und Wirtshausschilder haben oft eine sehr bedeutende Geschichte. Das gleiche gelte für Springerlesmodel , Trachten und Musikinstrumente. Manche Bausünden der letzten Jahrzehnte, so nicht schöne Asbestverkleidungen oder Betonarbeiten werden auch schon wieder bereinigt. Wenn Solaranlagen vor allem auf Bauernhäusern zwar umweltfreundliche Energie erzeugen, prägt dieses Vorgehen unsere Dörfer auf eigene Weise.

In der lebhaft geführten Diskussion wurde dann deutlich, dass in Reute und Gaisbeuren doch ganz  viel an Potential für den Erhalt der Geschichte vorhanden ist. Neben dem Kloster und der Kirchengemeinde befindet sich in der Ortschaftsverwaltung sehr viel an Dokumentationen. Franz Bendel als ehemaliger langjähriger Ortsvorsteher hat sich hier für eine systematische Aufarbeitung bereit erklärt. Da in der alten Schule bereits ein Raum reserviert ist, müsste die Stadt dafür einfach etwas Geld in die Hand nehmen. Notwendige Regale könnten auch in Eigenregie gebaut werden. 

Es wurde auch die wertvolle Geschichtsarbeit vom ehemaligen Konrektor und Ortsvorsteher Paul Schurer angesprochen. Neben Werken in Archiven ist seine Familie im Besitz unersetzlicher Dokumente. Auch hat Werner Stehle im Jahre 1974 seine Zulassungsarbeit zum Lehramt über „Die erdgeschichtliche und kulturelle Entwicklung von Reute“ geschrieben. Während die Pilgerstätte des Klosters Reute das Leben der Guten Beth im fünfzehnten Jahrhundert skizziert, gehen die Aufzeichnungen über das „Moordorf“ in Reute gar in die weiteste Vergangenheit zurück. Dem Aufruf von Ortsvorsteher Achim Strobel, dass ein Arbeitskreis künftig sich Schritt für Schritt mit diesem Thema Heimatpflege befassen soll, haben neben Mitgliedern des Ortschaftsrates auch ein gutes Dutzend der Besucher entsprochen.

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Besucherandrang im Café „Miteinander“ der Solidarischen Gemeinde Reute-Gaisbeuren

Festliche Kaffeehausmusik vom „Trio Café Sol“  -  Familie Göser spendet 2200 Euro aus Flohmarkt

Fast 200 Besucher strömten am Sonntagnachmittag zur Eröffnung des neuen Cafés der Solidarischen Gemeinde Reute-Gaisbeuren. Seit vier Jahren auf der Agenda der Solidarischen Gemeinde stehend, konnte ein damaliger Traum Wirklichkeit werden: Im Gemeindehaus der Katholischen Kirchengemeinde wurde im Foyer ein schmuckes Café eingerichtet. Mit bunten Flächenvorhängen und einer gemütlichen Bestuhlung, ausgewählt und eingerichtet vom Team um Claudia Stehle, konnte eine sehr ansprechende Atmosphäre erzielt werden. Ansonsten ist das Gemeindehaus mit einer Küche und dem Kühlraum ja für eine solche Bewirtung geradezu prädestiniert.

Überglücklich zeigte sich Konstantin Eisele als Vorsitzender der Solidarischen Gemeinde bei der Eröffnung. „Jetzt haben wir einen Ort der Begegnung, hier sollen sich Junge und Alte, Einheimische und Asylbewerber, Gemeinde und Kloster künftig begegnen und austauschen können“, so der rührige und erfolgreiche Vorsitzende bei seiner Begrüßung. Finanziell ermöglicht hat dieses neue Angebot das vom Sozialministerium des Landes ausgelobte Projekt „Gemeinsam sind wir bunt“. Die Aufnahme des Landes zusammen mit nur 24 weiteren Orten verdeutlichte die hohe Präferenz eines 450 Personen starken Vereins in Reute unter dem Dach der Katholischen Kirchengemeinde.

„Wir haben lange nach einem geeigneten Raum gesucht, so waren auch die alte Ortschaftsverwaltung, die Durlesbachschule sowie auch das alte Schulhaus im Gespräch, doch überall gab es Bedenken. Es müsste beispielsweise die alte Schule erst behindertengerecht umgebaut sein“, erläuterte Konstantin Eisele vor einem übervollen Haus. „Nicht jeder will spielen, nicht jeder will singen, im neuen Café soll es einfach ungezwungen, persönlich und gemütlich zugehen“, mit diesem Satz erklärte Eisele das Café als eröffnet.

Festliche Hausmusik gab es hochkarätig: Chorleiterin Bernadette Behr am Piano, Hartmut Staib mit Geige und Kontrabass sowie Pfarrer Stefan Werner mit seiner Oboe und später dem Akkordeon brachten von Barockmusik über Kaffeehausmusik der Zwanziger Jahre hin bis zu Ragtimes zu Gehör. Spontan erhielt das Musikensemble den Namen „Trio Café Sol“ zugesprochen. Konstantin Eisele zollte dem „vielseitig verwendbaren Pfarrer“ Stefan Werner hohes Lob für unkompliziertes Verhandeln „Die Kirchengemeinde ist uns sehr entgegen gekommen“, so der Vorsitzende.

Mit großem Beifall wurde eine Aktion der Familie Göser, Reute bedacht. Sie haben den gesamten Erlös aus ihrem Hausflohmarkt in Höhe von 2200 Euro der Solidarischen Gemeinde gespendet. Auch von Willi Kessler wurde eine Spende angesagt. Anlässlich seines achtzigsten Geburtstags verzichtete er zugunsten dieser Einrichtung auf jegliche Geschenke. Weiter konnte von namhaften Spendern, so vom Kloster Reute sowie der Raiffeisenbank Reute-Gaisbeuren berichtet werden. Etwa fünfzehn ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich spontan zur Mitarbeit angeboten.

Benno Schultes überbrachte die Glückwünsche von Bürgermeister Roland Weinschenk. Er lobte den Erfolg der Solidarischen Gemeinde, nur mit Zielstrebigkeit und manchmal auch Hartnäckigkeit sei so etwas möglich geworden. „Wenn Konstantin Eisele anklopft, dann kann man ihm doch schlecht einen Wunsch abschlagen“, so augenzwinkernd der stellvertretende Bürgermeister. Ähnlich äußerte sich auch Ortsvorsteher Achim Strobel. Mit dieser neuen Einrichtung sei die gemeinsame Ortschaft noch lebenswerter geworden.

Das „Café Miteinander“  hat folgende Öffnungszeiten:

- Mittwoch von 14.30 Uhr bis 17.30 Uhr (ab dieser Woche)

- Jeden ersten Sonntag im Monat ebenfalls zur gleichen Zeit

Es wird Kaffee und Tee aus fair gehandelten Produkten angeboten

Eine Bezahlung erfolgt auf Spendenbasis 

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Familie Göser  - von links: Maria Sturm, Hildegard Metzler, Sr. Martha Göser -  

übergibt den gesamten Erlös aus ihrem Hausflohmarkt an Konstantin Eisele 

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Bericht und Fotos: Rudi Heilig


 

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© Schwäbische Zeitung / Ausgabe: Bad Waldsee vom 30.08.2016


Das 250-jährige Jubiläum -Seligsprechung der Guten Beth- festlich begangen

Bericht und Fotos: Rudi Heilig

Die ganze Seelsorgeeinheit feierte mit den Franziskanerinnen von Reute

Genau vor 250 Jahren, am 19. Juli 1766 wurde Elisabeth Achler aus Reute von Papst Clemens XIII. seliggesprochen. So feierte am Dienstagabend das Kloster mit der Seelsorgeeinheit diesen Jubiläumstag der Guten Beth. Wegen der Kirchenrenovierung fand der Festgottesdienst mit sieben Zelebranten im „Tauwerk“ des Klosters statt. Etwa 500 Gläubige waren zu diesem Gedenktag nach Reute gekommen. Der Kirchenchor St. Peter und Paul verstärkt durch den Schwesternchor sang unter der Leitung von Bernadette Behr neben Messgesängen auch bekannte Gut-Betha-Lieder. Extra zu diesem Jubiläum hatte die Chorleiterin dazu eine vierstimmige Vertonung geschrieben.

Pfarrer Stefan Werner ließ statt einer Predigt Gottesdienstbesucher zu Wort kommen. Neben zwei Franziskanerinnen, Schwester Suso und Schwester Elisa berichteten auch Rosemarie Frick und Simon Brändle, welchen Bezug sie zur Seligen von Reute haben. Übereinstimmend kam die Aussage, dass die Gute Beth eine wichtige Fürsprecherin bei Gott für uns ist. Anschließend gab Pfarrer Werner Gelegenheit zum allgemeinen Gespräch mit den Nachbarn. Auch hier wurde die „Wundertäterin Oberschwabens“, wie sie im Volksmund genannt wird, in vielen Facetten benannt.

Eine besondere Ehrung wurde Karl Frick aus Reute bei diesem Jubiläumsgottesdienst zuteil. Nach 41 Jahren Sänger im Kirchenchor Reute wählte er dieses Jubiläum zum seinem letzten Auftritt. Stimmliche Gründe veranlassten den Basssänger Frick zu dieser Entscheidung. Pfarrer Werner dankte dem fleißigen Chormitglied sehr herzlich. Mit großem Beifall bedachte die Kirchengemeinde den Geehrten.

Nach dem Gottesdienst zog die ganze Festgemeinde in einer Prozession singend und betend den Klosterberg hinauf. Im Innenhof beim Brunnen wurde nach einem Gebet der Segen erteilt. Anschließend verteilten die Franziskanerinnen leckeres Bot und Wasser aus dem Gut-Betha-Brunnen an alle Anwesenden. Bis in die Dämmerung hinein wurde viel geredet und gelacht. Eine gute Gelegenheit mehr für die Gemeinde, mit den Schwestern des Klosters in Kontakt zu kommen.

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Seligsprechung der Guten Beth gefeiert

mit freundlicher Genehmigung der Schwäbischen Zeitung (www.schwaebische.de)

Mit einem feierlichen Gottesdienst wurde das Jubiläum in Reute begangen

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Pfarrer Stefan Werner lud zum Gottesdienst ein. Etliche Besucher folgten seinen Worten. Foto: Kloster Reute

Reute-Gaisbeuren sz Mit einem festlichen Gottesdienst ist in Reute am Dienstagabend das 250-jährige Bestehen der Seligsprechung der Guten Beth gefeiert worden. Gläubige aus der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee, die Schwestern des Klosters Reute sowie Gäste aus Nah und Fern erinnerten sich an diesem Tag an die Seligsprechung der Guten Beth am 16. Juli 1766 durch Papst Clemens XIII.

Wie in einer Pressemeldung mitgeteilt wird, gestaltete Pfarrer Stefan Werner mit einem buntgemischten Team aus dem Kloster und der Seelsorgeeinheit anlässlich des Jubiläums einen lebendigen und feierlichen Gottesdienst. Eröffnet wurde der Gottesdienst mit dem Verlesen des „Konstanzer Dekretes über die Kanonisation (Seligsprechung) der Seligen Elisabeth Achler – Ordensfrau des dritten Ordens des Heiligen Franziskus“. Seit vielen Jahrhunderten als Selige Oberschwabens verehrt, sei die Gute Beth von Reute bis heute für zahlreiche Gläubige ein wichtiger Ort, die eigenen oder anvertraute Sorgen und Nöte, Freuden und Fragen vor Gott zu bringen. Stellvertretend für viele Pilger haben im Gottesdienst vier Menschen aus der Seelsorgeeinheit Bad Waldsee persönlich Zeugnis abgelegt, von der noch heute großen Bedeutung der Guten Beth. Für sie stelle die Gute Beth „eine Christusträgerin, die mich treu begleitet hat“ dar, oder „eine große Schwester im Glauben“ und ein „mutmachendes Vorbild, wie man sein Leben mit Gott leben kann“, heißt es in der Pressemeldung. Musikalisch mitgestaltet wurde die Jubiläumsfeier durch den Kirchen- und Schwesternchor Reute.

Da die Freude über die Seligsprechung vor 250 Jahren – in den Jahren 1766 und 1767 – über zwölf Monate gefeiert wurde, wird auch in Bad Waldsee und Umgebung in den kommenden eineinhalb Jahren das 250. Jahr der Seligsprechung der diözesanen Seligen, mit vielfältige Angebote und Veranstaltung begangen werden. Abschluss des Jubeljahres ist das Gut-Betha-Fest am 25. November 2017.

Informationen zur Guten Beth

Elisabeth Achler – eine junge Frau, geboren am 25. November 1386 in Bad Waldsee, Tochter eines angesehenen Webermeisters, wächst in Wohlstand und Geborgenheit in unsicherer Zeit auf, teilt das Kloster Reute mit. Ihr Weg verläuft so ganz anders als gedacht: Mit 14 Jahren empfängt sie die Sakramente und tritt in Kontakt zu einem Pfarrer, der sie vor allem als ein Art Beichtvater begleitet. In diesem jugendlichen Alter entscheidet sie sich für ein Leben nach den franziskanischen Regeln, nimmt Abschied vom Elternhaus und lebt einige Zeit bei einer Webermeisterin. Dort lernt sie Hunger, Entbehrungen und Armut kennen, hält aber an ihrem Entschluss fest.

1403 wagt sie mit vier weiteren junge Frauen – unter der Obhut von Probst Kügelin – einen Neuanfang. Sie ziehen in eine kleine Klause nach Reute, um dort gemeinsam ein auf Gott ausgerichtetes Leben zu führen. Schwester Elisabeth übernimmt die Dienste in der Küche und an der Klosterpforte. Die Frömmigkeit Elisabeths war, wie in der damaligen Zeit üblich, geprägt von der Kreuzesnachfolge. Elisabeth versuchte Jesus zu verstehen in allem, was er für die Menschen getan hatte und besonders in seinem Leiden. Sie verbindet diese Kreuzes-Liebe mit allem, was sie im Alltag tut, bekommt die Wundmale – wie sie Jesus nach der Kreuzigung hatte. Sie ist buchstäblich geprägt vom Mit-Leiden. Gegen alles Verstehen von den heutigen modernen Menschen, verzichtet sie mehr als zehn Jahre auf alle leibliche Speise und lebt aus der Eucharistie, dem Vertrauen, dass Gott ihr in der Hostie, im Leib Christi Kraft schenkt. Schließlich stirbt sie an ihrem 34. Geburtstag. Schon zu Lebzeiten habe Schwester Elisabeth vom Volk und den Gläubigen den Namen „Gute Beth“ erhalten und war eine hochgeschätzte Person. Von ihrem Leben werden zahlreiche Wunder berichtet.

 

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