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Lesen in der Bibel

Leseverzeichnis:

  1. 1. Lesung

  2. Psalm

  3. 2. Lesung

  4. Evangelium

  5. Kommentar

 

 

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EVANGELIUM TAG FUER TAG
  1. Wer aber etwas anderes lehrt und sich nicht an die gesunden Worte Jesu Christi, unseres Herrn, und an die Lehre unseres Glaubens hält, der ist verblendet; er versteht nichts, sondern ist krank vor lauter Auseinandersetzungen und Wortgefechten. Diese führen zu Neid, Streit, Verleumdungen, üblen Verdächtigungen und Gezänk unter den Menschen, deren Denken verdorben ist; diese Leute sind von der Wahrheit abgekommen und meinen, die Frömmigkeit sei ein Mittel, um irdischen Gewinn zu erzielen. Die Frömmigkeit bringt in der Tat reichen Gewinn, wenn man nur genügsam ist. Denn wir haben nichts in die Welt mitgebracht, und wir können auch nichts aus ihr mitnehmen. Wenn wir Nahrung und Kleidung haben, soll uns das genügen. Wer aber reich werden will, gerät in Versuchungen und Schlingen, er verfällt vielen sinnlosen und schädlichen Begierden, die den Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen. Denn die Wurzel aller Übel ist die Habsucht. Nicht wenige, die ihr verfielen, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich viele Qualen bereitet. Du aber, ein Mann Gottes, flieh vor all dem. Strebe unermüdlich nach Gerechtigkeit, Frömmigkeit, Glauben, Liebe, Standhaftigkeit und Sanftmut. Kämpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen worden bist und für das du vor vielen Zeugen das gute Bekenntnis abgelegt hast.
  2. Warum soll ich mich in bösen Tagen fürchten, wenn mich der Frevel tückischer Feinde umgibt? Sie verlassen sich ganz auf ihren Besitz und rühmen sich ihres großen Reichtums. Loskaufen kann doch keiner den andern noch an Gott für ihn ein Sühnegeld zahlen - für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch; für immer muss man davon abstehn -. Lass dich nicht beirren, wenn einer reich wird und die Pracht seines Hauses sich mehrt; denn im Tod nimmt er das alles nicht mit, seine Pracht steigt nicht mit ihm hinab. Preist er sich im Leben auch glücklich und sagt zu sich: „Man lobt dich, weil du dir‘s wohl sein lässt, so muss er doch zur Schar seiner Väter hinab, die das Licht nie mehr erblicken.
  3. In jener Zeit wanderte Jesus von Stadt zu Stadt und von Dorf zu Dorf und verkündete das Evangelium vom Reich Gottes. Die Zwölf begleiteten ihn, außerdem einige Frauen, die er von bösen Geistern und von Krankheiten geheilt hatte: Maria Magdalene, aus der sieben Dämonen ausgefahren waren, Johanna, die Frau des Chuzas, eines Beamten des Herodes, Susanna und viele andere. Sie alle unterstützten Jesus und die Jünger mit dem, was sie besaßen.
  4. Es ist außerordentlich bewegend, über die Haltung nachzudenken, die Jesus Frauen gegenüber einnimmt. Er legte eine für die damalige Zeit überraschende Kühnheit an den Tag, insofern die Frau im Heidentum als ein Objekt der Lust, des Besitzes und der Arbeit galt und im Judentum untergeordnet und gedemütigt wurde. Jesus brachte der Frau, und zwar jeder Frau, stets die größte Wertschätzung und den größten Respekt entgegen, und er war besonders feinfühlig für ihre Leiden. Indem er über die religiösen und sozialen Schranken seiner Zeit hinausging, hat Jesus der Frau ihre volle Würde als menschliche Person vor Gott und den Menschen wiedergeschenkt. Wie sollten wir dabei nicht an seine Begegnungen mit Martha und Maria (Lk 10,38–42), mit der Samariterin (Joh 4,1–42), mit der Witwe von Naim (Lk 7,11–17), mit der Ehebrecherin (Joh 8,3–11), mit der Frau, die an Blutungen litt (Mt 9,20–22), und mit der Sünderin im Haus Simons, des Pharisäers (Lk 7,36–50) denken? Schon ihre bloße Aufzählung rührt unser Herz. Und wie sollten wir nicht vor allem daran denken, dass Jesus den Zwölfen einige Frauen zugesellen wollte (Lk 8,2–3)? Sie begleiteten ihn, dienten ihm und spendeten ihm Trost auf dem schmerzhaften Weg bis unter das Kreuz. Und nach seiner Auferstehung erschien Jesus den heiligen Frauen und Maria Magdalena, der er den Auftrag gab, den Jüngern seine Auferstehung zu verkünden (Mt 28,7–8). Als er Fleisch annehmen und in unsere menschliche Geschichte eintreten wollte, da wünschte sich Jesus eine Mutter – Maria –, und erhob so die Frau auf den höchsten und wunderbarsten Gipfel ihrer Würde. Maria, die Mutter des fleischgewordenen Gottes, die Makellose, Unsere Liebe Frau, in den Himmel erhoben, Königin des Himmels und der Erde. Deshalb sollt ihr christlichen Frauen, wie Maria Magdalena und die anderen Frauen des Evangeliums, verkünden und bezeugen, dass Christus wirklich auferstanden ist, dass er unser einziger wahrer Trost ist. Achtet also auf euer inneres Leben und pflegt die Betrachtung und das Gebet.