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2020

 

 

 

 

 

 

Heilig-Blut-Fest wegen Corona abgesagt


Nachdem der Blutritt in Weingarten bereits Ende März abgesagt werden musste, sehen sich angesichts der anhaltenden Corona-Pandemie nun die Verantwortlichen auch in Bad Wurzach zum gleichen Schritt gezwungen. „Das Heilig-Blut-Fest kann in diesem Jahr definitiv nicht in der gewohnten Form stattfinden“, so Bürgermeisterin Alexandra Scherer in Absprache mit Stadtpfarrer Stefan Maier und Superior Pater Konrad Werder vom Gottesberg.
Aufgrund der aktuellen Vereinbarungen der Bundesregierung und der Länder sowie der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg vom 17. April habe man letztlich gar keine andere Wahl mehr gehabt. „Die Entscheidung wurde uns quasi abgenommen durch die Festlegung, dass bis Ende August keine Großveranstaltungen durchgeführt werden dürfen. Wir bedauern dies sehr, da das Heilig-Blut-Fest für Bad Wurzach nicht nur aus religiösen Aspekten eine sehr große und überregionale Bedeutung hat“. Die Entscheidung sei entsprechend schwer gefallen, die derzeit geltenden Beschränkungen ließen aber eine solche Großveranstaltung in diesem Jahr einfach nicht zu.
Eigentlich hätte das Heilig-Blut-Fest wie üblich am zweiten Freitag im Juli stattfinden sollen - in diesem Jahr am 10.07. Betroffen von der Absage ist auch die regelmäßig am Pfingstmontag stattfinde Gruppenführerversammlung im Kurhaus, bei der üblicherweise langjährige Prozessionsteilnehmer geehrt werden. „Die entsprechenden Ehrungen werden wir dann im kommenden Jahr nachholen“, so Bürgermeisterin Scherer.

Pressemitteilung der Stadt Bad Wurzach

 

 


Der Segen vom Gottesberg

altarraum

Jeden Freitag nach dem 9.00 Uhr-Gottesdienst wird zu normalen Zeiten auf dem Gottesberg der Segen mit der Heilig-Blut-Reliquie gespendet. Jetzt nach der Osterwoche spenden wir jeden Tag zum Abschluss des 19.00 Uhr-Abendgottesdienstes den Segen mit der Reliquie. Das werden wir so halten, solange wir den Gottesdienst hinter verschlossenen Türen begehen müssen.

Die Welt ist von Gott gesegnet seit er sie aus dem Nichts, nämlich aus keinem anderen Grund als aus Liebe erschaffen hat. Das gilt zu jeder Zeit, auch heute, da wir mit den Nöten der Corona-Krise zu kämpfen haben. Aber in solchen Zeiten fällt es uns nicht leicht, daran zu glauben, dass wir gesegnet sind. Umso wichtiger sind gerade jetzt die Zeichen des Segens, die immer neue Zusage, dass Gott an unserer Seite steht, dass er seine Hand über uns hält. Gott stattet uns aus mit Geduld, mit Solidarität, mit Ideen, mit Erfindergeist, damit wir die Zumutung des Lebens bestehen und bewältigen können. Und selbst dort, wo wir das eine oder andere einmal mehr, einmal weniger vermissen lassen, lässt Gott uns nicht im Stich, mit ihm können wir rechnen, er bleibt uns nahe. Dafür steht das Kreuz, in dem die Reliquie gefasst ist, mehr noch, dafür steht die Reliquie, die darauf hinweist, wie weit Gott geht, um uns nahe zu bleiben.  

All das sagt Gott mit jedem Segen. Hier auf dem Gottesberg dürfen wir ihn mit dem so sinnenfälligen Zeichen der Heilig-Blut-Reliquie geben. Mit dieser nicht nur hörbaren, sondern auch sichtbaren Zusage will Gott unser Herz erreichen, es mit Trost, Kraft und Zuversicht erfüllen. Der Segen Gottes lässt sich nicht einschließen, er dringt auch durch verschlossene Türen, wo wir ihn erwarten und einlassen, kommt er an und schafft, ausgehend von der Seele, Heilung und Heil, immer wieder bis hinein in unseren Alltag.

Weil wir davon überzeugt sind, spenden wir nun jeden Tag mit der Heilig-Blut-Reliquie vom Gottesberg aus den Segen für die Stadt Bad Wurzach, für ganz Oberschwaben, für alle Menschen unserer Region.

Die Gottesbergkommunität
der Salvatoriane


 © Quelle: Salvatorianerkloster Gottesberg. / www.gottesberg.org