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Lesen in der Bibel

Leseverzeichnis:

  1. 1. Lesung

  2. Psalm

  3. 2. Lesung

  4. Evangelium

  5. Kommentar

 

 

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EVANGELIUM TAG FUER TAG
  1. In jenen Tagen kam ein Mann von Baal-Schalischa und brachte dem Gottesmann Brot von Erstlingsfrüchten, zwanzig Gerstenbrote, und frische Körner in einem Beutel. Elischa befahl seinem Diener: Gib es den Leuten zu essen! Doch dieser sagte: Wie soll ich das hundert Männern vorsetzen? Elischa aber sagte: Gib es den Leuten zu essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen und noch übrig lassen. Nun setzte er es ihnen vor; und sie aßen und ließen noch übrig, wie der Herr gesagt hatte.
  2. Der Herr ist gnädig und barmherzig, langmütig und reich an Gnade. Der Herr ist gütig zu allen, sein Erbarmen waltet über all seinen Werken. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen Speise zur rechten Zeit. Du öffnest deine Hand und sättigst alles, was lebt, nach deinem Gefallen. Gerecht ist der Herr in allem, was er tut, voll Huld in all seinen Werken. Der Herr ist allen, die ihn anrufen, nahe, allen, die zu ihm aufrichtig rufen.
  3. Brüder! Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.
  4. In jener Zeit ging Jesus an das andere Ufer des Sees von Galiläa, der auch See von Tiberias heißt. Eine große Menschenmenge folgte ihm, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. Jesus stieg auf den Berg und setzte sich dort mit seinen Jüngern nieder. Das Pascha, das Fest der Juden, war nahe. Als Jesus aufblickte und sah, dass so viele Menschen zu ihm kamen, fragte er Philippus: Wo sollen wir Brot kaufen, damit diese Leute zu essen haben? Das sagte er aber nur, um ihn auf die Probe zu stellen; denn er selbst wusste, was er tun wollte. Philippus antwortete ihm: Brot für zweihundert Denare reicht nicht aus, wenn jeder von ihnen auch nur ein kleines Stück bekommen soll. Einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, sagte zu ihm: Hier ist ein kleiner Junge, der hat fünf Gerstenbrote und zwei Fische; doch was ist das für so viele! Jesus sagte: Lasst die Leute sich setzen! Es gab dort nämlich viel Gras. Da setzten sie sich; es waren etwa fünftausend Männer. Dann nahm Jesus die Brote, sprach das Dankgebet und teilte an die Leute aus, soviel sie wollten; ebenso machte er es mit den Fischen. Als die Menge satt war, sagte er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brotstücke, damit nichts verdirbt. Sie sammelten und füllten zwölf Körbe mit den Stücken, die von den fünf Gerstenbroten nach dem Essen übrig waren. Als die Menschen das Zeichen sahen, das er getan hatte, sagten sie: Das ist wirklich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da erkannte Jesus, dass sie kommen würden, um ihn in ihre Gewalt zu bringen und zum König zu machen. Daher zog er sich wieder auf den Berg zurück, er allein.
  5. In der Wüste vermehrte unser Herr das Brot, und in Kana verwandelte er das Wasser in Wein. Auf diese Weise gewöhnte er die Gaumen seiner Jünger an sein Brot und seinen Wein, bis zu der Zeit, da er ihnen seinen Leib und sein Blut geben würde. Er ließ sie von vergänglichem Brot und Wein kosten, um in ihnen das Verlangen nach seinem lebensspendenden Leib und Blut zu wecken. Er gab ihnen diese kleinen Dinge großzügig, um sie wissen zu lassen, dass sein höchstes Geschenk umsonst sein würde. Er gab sie ihnen umsonst, obwohl sie sie ihm hätten abkaufen können, damit sie wüssten, dass von ihnen nicht verlangt würde, für Unbezahlbares zu bezahlen: Denn wenn sie auch den Preis für Brot und Wein hätten bezahlen können –, für seinen Leib und sein Blut konnten sie nicht bezahlen. Er hat uns nicht nur seine Gaben umsonst gereicht, sondern uns auch liebevoll behandelt. Denn er hat uns diese kleinen Dinge umsonst gegeben, um uns an sich zu ziehen, damit wir zu ihm kommen und umsonst das große Gut empfangen, das die Eucharistie ist. Die kleinen Portionen von Brot und Wein, die er gab, waren süß für den Mund –, die Gabe seines Leibes und Blutes aber dient dem Geist. Er zog uns an sich mit diesen Speisen, die dem Gaumen angenehm sind, um uns zu dem hinzuführen, was unseren Seelen das Leben gibt. […] Die Hand des Herrn vermag alles: Im Nu hat er ein wenig Brot vermehrt. Was Menschen in zehnmonatiger Arbeit schaffen und gestalten, das schafften seine zehn Finger in einem Augenblick. […] Aus einer kleinen Menge Brot wurde eine Vielzahl von Broten. Es war wie beim ersten Segen: „Seid fruchtbar, und vermehrt euch, bevölkert die Erde“ (Gen 1,28).