SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Nach dem großen Wort von der Versuchung am vergangenen, am  1. Fastensonntag,  kann man auch den 2. Fastensonntag auf ein Wort hin konzentrieren: Verklärung.

Ein Stück vom Himmel

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

Verklärung – ein theologischer Fachbegriff. Umgangssprachlich verwendet, um etwas Schwieriges zu beschönigen. Vieles verklärt sich im Nachhinein, so sagt man und meint, dass Erlittenes im Nachhinein oft freundlicher wirkt, als es war.

Verklärung – ein Wort, das über das Irdische hinausweist. „Kathpedia“, das Onlinelexikon, verweist in diesem Zusammenhang auf die altägyptische Totenliturgie und den Zeitpunkt der Seelenwandlung. Verklärung macht hier klar, was vorher im Dunkel des Todes lag.

Das Sonntagsevangelium  schreibt von Verwandlung:  das Aussehen seines, Jesu Gesichtes, verändert sich und sein Gewand wird blendend weiß wie das Licht. Hier ist Verklärung kein Dauerzustand, aber ein Geschehen, das sich im Gebet, in der Beziehung mit Gott ereignet. Eines, das die Augen der Jünger noch einmal in besonderer Weise öffnet und das sich tief in ihre Seele einbrennt. Ein Moment im- menser Klarheit, reiner Freude, ein Augenblick der Ewigkeit. Ein Stück vom Himmel.

Was bedeutet das nun für die Christen und Christinnen damals und für uns heute?

Die Jünger und Jüngerinnen Jesu und auch die ersten Gemeinden, für die dieser Text geschrieben wurde, hatten Zweifel. Zweifel an Gott, Zweifel an Jesus Christus, Zweifel an sich selbst. Zweifel, hervorgerufen durch das Leben, genährt durch schwierige Momente, persönlich und politisch. Die erste Glaubensbegeisterung ist erloschen. Die Strahlkraft der Botschaft Jesu hat sich verdunkelt, durch innere und äußere Einflüsse. Christliche Lichtgestalten sind rar. So dass sich die Fragen mehren, auch die inneren Anfragen, die sich heute vielleicht so anhören: „Lohnt sich das denn alles, mein Glaube, mein Christ- sein?“ „Ich bin müde, immer wieder neu anfangen, ich kann nicht mehr.“ „War oder ist es falsch, auf Gott zu vertrauen, wo doch nichts besser wird?“

In diese unsere auch heutigen menschlichen Zweifel hinein will der Text die Hoffnung hochhalten, Hoffnung in schwierigen Zeiten. Ein Blick über den Alltag hinaus, auf Gott, in Richtung Himmel: Ich darf die Verheißung in den Blick nehmen, ich darf mich stärken lassen. So wie die ünger im Evangelium es erfahren. Aus der leuchtenden Wolke spricht die Stimme, die Jesus klar bestätigt: seine Identität und seine Botschaft und die Hoffnungen, die wir in ihn setzen. „Er ist mein geliebter Sohn, auf ihn sollt ihr hören!“ „Steht auf! Habt keine Angst!“. Und als sie aufblickten, sahen sie nur noch Jesus. Die Antworten auf die Zweifel der Jünger Jesu, vieler anderer, die uns im Glauben vorausgegangen sind, sind uns überliefert. Ja, es lohnt sich! Vertrau auf Gott! Glaub an Jesus und seine Botschaft!

Ob das auch uns bestärken kann? Dass uns der Himmel nah ist? Dass wir den Zweifel, der Unsicherheit standhalten können: Mit den Füßen auf der Erde und dem Herzen im Himmel?

Wir sind auf dem Weg – Ostern zu. Der Weg ist noch weit, ja, aber er lohnt sich!

Pfr. Stefan Werner


Herr,
im Bereich des Glaubens
werden wir ein Leben lang Lernende bleiben.
Denn Glaube kommt nie an ein Ende.
Wachsen und Reifen,
Zweifeln und Ringen,
Verstehen und Fragen
gehören zum Lebensrhythmus des Glaubens.

Sei uns nahe,
wirf deinen Schatten auf uns
in den Höhen und Tiefen unseres Glaubens,
damit wir in den Zweifeln
nicht untergehen. 

Klemens Nodewald in: „Sei nicht tot, bevor du stirbst“
Bibelmeditationen, Brandenburg 1995

Grafik Waldsee BuntST. PETER

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ST. PETER & PAUL

Reute ist seit 1971 ein Ortsteil der Stadt Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Seit 2014 sind die Teilorte Reute und Gaisbeuren fusioniert. Heute zählt der Ort Reute-Gaisbeuren rund 4300 Einwohner. Zu Reute-Gaisbeuren gehören auch die Wohnplätze Durlesbach, Greut, Magenhaus, Obermöllenbronn, Stadel, Tobel, Untermöllenbronn. Ankenreute, Arisheim, Atzenreute, Dinnenried, Enzisreute, Haldensäge, Haldenhof und Kümmerazhofen. mehr...

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ST. JOHANNES EVANGELIST

Michelwinnaden ist mit seinen ca. 650 Einwohnern der kleinste Teilort der Stadt Bad Waldsee. Seit dem Jahr 1974 ist Michelwinnaden durch einen Eingliederungsvertrag Ortsteil der Stadt Bad Waldsee. Zur Ortschaft gehören auch die Weiler Michelberg und Lenatweiler ...mehr

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ST. JOHANNES BAPTIST

Haisterkirch, das 1832 - 1974 auch politisch eine selbständige Gemeinde war und seit 1975 zur Kurstadt Bad Waldsee gehört, liegt am Haisterbach. Zu Haisterkirch gehören u.a. die Wohnplätze Osterhofen, Ehrensberg, Graben, Hittelkofen, Hittisweiler, Bäuerle ...mehr