SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Heute steht in unserer Serie die heilige Elisabeth im Mittelpunkt.

„Seht, ich habe euch doch gesagt, ihr sollt die Menschen froh machen!“

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

Das obige Zitat stammt von der Hl. Elisabeth von Thüringen, unserer nächsten November-Heiligen. Wie der Hl. Martin ist sie vor allem als Frau der tätigen Nächstenliebe bekannt, weshalb es viele Elisabethenvereine gab und bis heute gibt, die sich vor allem caritativ verstehen. Und auch bei ihr, in ihrem Leben wird die biblische Spur in der matthäischen Gerichtsrede offenbar: „Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan!“ (Mt 25,40)

Wie das zusammengeht – die Menschen froh zu machen, ihnen etwas Liebes zu tun und darin Gott / Jesus Christus zu dienen – das indet sich tref-fend in dem Lied: „Wenn das Brot, das wir teilen ...“ – siehe Kasten unter dem Bild.

Das Lied „Wenn das Brot, das wir teilen“ indet sich in unserem Gotteslob unter der Nr. 470. Es ist ein ökumenisches Lied und erfreut sich in beiden Kirchen großer Beliebtheit. Wie auch die Heilige selber als eine der wenigen „ökumenischen Heiligen“ betrachtet werden kann.

Die erste Strophe des Liedes spielt auf das Rosenwunder der Elisabeth von Thüringen an, jene Legende, nach der Elisabeth auf dem Weg in die Stadt von ihrem Mann Ludwig gefragt wurde, was sie in ihrem Korb trägt. Ludwig war von seiner Umgebung gegen Elisabeths angebliche Verschwendung und ihr „unadeliges“ Tun aufgehetzt und vermutete, dass sie wieder Brot zu den Armen und Kranken bringe. Doch Elisabeth antwortete, es seien Rosen in dem Korb, und als sie den Deckel öffnete, waren tatsächlich nur Rosen zu sehen.

Das Lied spielt in allen Strophen mit dieser „Wenn-dann-Vision“ von positiver Verwandlung. „Wenn das Brot“, also der Dienst am Nächsten, „als Rose blüht“, also Gutes bewirkt, und unsere Worte heilsam wie Gesang werden, dann ist Frieden, denn dann wohnt Gott unter uns. Jede der kurzen Strophen bringt Beispiele für tätige Nächstenliebe und gelingenden Umgang miteinander. Der lange Refrain fasst dies dann zusammen und betont durch Wiederholung der Schlusszeile den Liebes aspekt – Gottes Liebe zu uns Menschen kann von uns zur Liebe am Mitmenschen verwandelt werden und dabei kann heute schon etwas von Gottes Reich sichtbar werden.

Die letzte Strophe schlägt den Bogen zurück zur ersten, es ist wieder vom Singen die Rede, wenn der Tod in den Blick ge-nommen wird.

Das Lied entstand 1981 in der ehemaligen DDR während der Gedenkfeiern zum 750. Todestag der Elisabeth von Thüringen. Im Zusammenhang damit fand im November 1981 auch die erste Massenversammlung der Kirchen der DDR statt, aus der heraus weitere folgten, die sich dann ja bekanntlich zur friedlichen Revolution und zum Fall der Mauer weiterentwickelten.

Vielleicht singen Sie das Lied in den nächsten Tagen öfters vor sich hin. Zur Ehre der Hl. Elisabeth.

Aber am meisten ehren Sie sie natürlich, in dem Sie selber ein Mensch tätiger Nächstenliebe werden. Sie können die Bei-spiele im Lied konkret werden lassen. Und falls Sie noch weitere Beispiele suchen, dann lesen Sie von unserem Besuchskreis. Auf der S. 3. 

Pfr. Werner


1. Wenn das Brot,
das wir teilen,
als Rose blüht

und das Wort,
das wir sprechen,
als Lied erklingt

...Kehrvers: ... dann hat Gott unter uns
schon sein Haus gebaut,
dann wohnt er schon in unserer Welt.
Ja, dann schauen wir heut schon
sein Angesicht,
in der Liebe, die alles umfängt,
in der Liebe, die alles umfängt.

2. Wenn das Leid jedes Armen
uns Christus zeigt
und die Not, die wir lindern,
zur Freude wird

...3. Wenn die Hand, die wir halten,
uns selber hält
und das Kleid, das wir schenken,
auch uns bedeckt,

4. Wenn der Trost, den wir geben,
uns weiter trägt,
und der Schmerz, den wir teilen,
zur Hoffnung wird,

5. Wenn das Leid, das wir tragen,
den Weg uns weist
und der Tod, den wir sterben,
vom Leben singt ...

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