SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Zum bevorstehenden Guter-Hirt-Sonntag

ER hat sein Leben hingegeben für alle

Liebe Gemeindemitglieder,liebe Bürgerinnen und Bürger,liebe Gäste,

die ältesten Christusdarstellungen, die wir aus Rom kennen, zeigen nicht Jesus am Kreuz, sondern sie zeigen Jesus als einen Hirten. Auf manchen der Darstellungen wird er gezeigt, wie er seine Schafe zur Weide und ans Wasser führt – und andere zeigen ihn, wie er eins der Schafe auf den Schultern trägt, wohl damit es nicht zurückbleiben muss, wenn es aus eigener Kraft nicht mehr weiterkann.

Dieses Hirtenbild ist im Alten Testament schon ein Bild für Gott. Ein Gott, der für sein Volk sorgt wie ein guter Hirte: Der die Herde dorthin führt, wo sie Futter und Wasser findet. Der sie zum Ruheplatz am Wasser führt, wo sie rasten und sich erholen kann. Ein Hirte, der die Herde hinausführt ins Weite, wo Leben möglich ist. Der die Mutterschafe behutsam führt,  die Schwachen verbindet und dessen Hirtenstab Zuversicht schenkt, weil der Stab nicht dazu da ist, um die Schafe zu schlagen, sondern um sich gegen Feinde zu wehren und Angreifer in die Flucht zu schlagen. Und von diesem biblischen Hirten-Gott weiß jeder: Die Herde ist nicht für ihn da, sondern er ist für die Herde da. Sein Ziel ist es nicht, am Ende mit den Schafen gutes Geld zu machen, indem er ihnen das Fell über die Ohren zieht und ihr Fleisch verkauft, sonern sein Ziel ist die Sorge für diese Tiere, seine Hirtensorge.

Im Lateinischen heißt Hirte: Pastor. Und die Sorge eines solchen Pastors nennen wir Pastoral, das heißt: Seelsorge. Auf der letzten Kirchengemeinderatsklausur im März haben wir uns mit der Familienpastoral auseinandergesetzt. Wörtlich übersetzt dann ja die Sorge um unsere Familien, die Seelsorge für unsere Kinder, Jugendlichen und Familien. Wenn wir den Familienbegriff weit fassen, dann gehört jede und jeder dazu. Denn jede und jeder hat eine Familie bzw. lebt in einer Familie. Da überrascht es nicht, dass bei den „Herzensanliegen“ die von den Kirchengemeinderäten genannt wurden, ein Schwerpunkt darauf lag, Kirche für alle zu sein (siehe Text am Fuß der Seite). Keiner sollte in irgendeiner Form ausgeschlossen werden. Jede und jeder ist willkommen! Davon einmal ausgegangen, entwickelte sich im Laufe der Klausur ein Ziel, das als Postulat und Leitbild für die nächsten Jahre gesetzt sein könnte: Wir wollen eine offene, wahrnehmende und wertschätzende Gemeinde sein.

Offen für die anderen Schafe, die nicht aus diesem Stall sind, für unsere Gäste, Rehapatienten, Flüchtlinge ...

Wahrnehmen, dass Jesus, der Gute Hirt, eben sein Leben hin-gegeben hat für alle – auch für den, der nicht regelmäßig am Sonntag den Gottes-dienst besucht, für die, die nicht nach der Ordnung der Kirche leben, für den, der scheinbar mit der Kirche / Kirchengemeinde nichts mehr am Hut hat ...

Wertschätzen, wie viele den Auftrag zur Hirtensorge, zur Seelsorge unter uns leben, haupt- und ehrenamtlich, in den vielen großen und kleinen Diensten des Alltags, im Dasein füreinander.

Vielleicht gehen Sie mit diesen Haltungen durch die nächsten Tage und Wochen. Jesus, der gute Hirt, ruft Sie, ruft uns beim Namen. Er nimmt uns in Dienst. Auch wir sollen helfen, retten, heilen. Als Hirtin, als Hirte, an den Plätzen, wo wir leben. 

Pfr. Stefan Werner

Grafik Waldsee BuntST. PETER

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ST. PETER & PAUL

Reute ist seit 1971 ein Ortsteil der Stadt Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Seit 2014 sind die Teilorte Reute und Gaisbeuren fusioniert. Heute zählt der Ort Reute-Gaisbeuren rund 4300 Einwohner. Zu Reute-Gaisbeuren gehören auch die Wohnplätze Durlesbach, Greut, Magenhaus, Obermöllenbronn, Stadel, Tobel, Untermöllenbronn. Ankenreute, Arisheim, Atzenreute, Dinnenried, Enzisreute, Haldensäge, Haldenhof und Kümmerazhofen. mehr...

Grafik Michelwinnaden Bunt

ST. JOHANNES EVANGELIST

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ST. JOHANNES BAPTIST

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