SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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Von Krieg und Gewalt und Zerstörung und – Hoffnung

Mit wachen Augen und ruhigem Herzen

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

Der Volkstrauertag wurde auf Vorschlag des 1919 gegründeten Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge als Gedenktag für die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Dieser Tag sollte ein Zeichen der Solidarität der- jenigen, die keinen Verlust zu beklagen hatten, mit den Hinterbliebenen der Gefallenen sein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Volkstrauertag in Westdeutschland auf Betreiben des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge 1952 wieder als „Tag der nationalen Trauer“ eingeführt, in deutlicher Abgrenzung zum nationalsozialistischen Heldengedenken. Er ist durch Landesgesetze geschützt und liegt auf dem Sonntag zwei Wo- chen vor dem 1. Advent.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Volkstrauertag in seinen inhaltlichen Aussagen deutlich zu einem „Mahn-Tag für den Frieden“ gewandelt und zu einem Gedenktag für viele Opfergruppen. Bei den diesjährigen Veranstaltungen liegt ein Schwerpunkt auf dem Beginn des Zweiten Weltkriegs mit dem Überfall auf Polen vor 80 Jahren sowie der darauffolgenden Befreiung Europas von der NS-Besatzung – vor 75 Jahren  lan- deten die Alliierten in der Normandie, das Jahr davor in Italien.

Auch wenn wir als Katholische Kirche unser Totengedenken an Allerheiligen / Allerseelen verankert wissen und da ja auch beim Gräberbesuch in einer Station für die Toten der Kriege, Gewalttaten, Katastrophen und Unglücksfälle beten, ist es für uns selbstverständlich, an den Feierlichkeiten des Tages teilzunehmen. Zum Beispiel auch mit dem besonderen ökumenischen Akzent in Reute. Zum Volkstrauertag gehören Gebet und Besinnung.

Von Kriegen und Unruhen ist auch im Sonntagsevangelium die Rede. Der Tempel von Jerusalem, der Stolz und die Freude Israels, wird zerstört werden. Für jüdische Ohren war das ein unfassbarer Gedanke; es bedeutete ihnen geradezu den Welt- untergang.

Für den Evangelisten Lukas ist die Zerstörung des Tempels bereits Realität, ein historisches Ereignis, und die Welt ist nicht untergegangen (viele Neutestamentler gehen davon aus, dass Lukas die Zerstörung Jerusalems im Jahre 70 bei der Abfassung seines Evangeliums bekannt gewesen sei). Die Frage nach dem Ende der Zeit ist für ihn wesentlich die Frage nach dem Kommen des Menschensohnes in Macht und Herrlichkeit. Über den Zeitpunkt wird nur gesagt: Das Ende kommt noch nicht sofort. Vorher wird es Katastrophen und Verfolgungen geben. Mit wachen Augen und ruhigem Herzen sollen die Jünger Jesu die Ereignisse verfolgen und versuchen, ihren Sinn zu begreifen.

Mit wachen Augen und ruhigem Herzen hören und lesen, wie Tausende Wissenschaftler vor wenigen Tagen vor dem Klima-Notfall gewarnt haben. Wie ohne ein grundlegendes Umsteuern „unsägliches menschliches Leid“ nicht zu verhindern sei.

Mit wachen Augen und ruhigem Herzen wahrnehmen, wie rechte Gewalt- und Hassparolen wieder salonfähig werden, wenn ihnen nicht energisch widersprochen wird. Auch im Kleinen, auch an Stammtischen.

Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können! Eben im Kleinen! Eben durch unseren Lebensstil. Und am Sonntag ganz konkret durch unser Beten für den Frieden!

Pfr. Stefan Werner

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