SEELSORGEEINHEIT BAD WALDSEE

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... dass wir das Leben haben und es in Fülle haben

Liebe Gemeindemitglieder,
liebe Bürgerinnen und Bürger,
liebe Gäste,

einen in Oberschwaben besonders gewichtigen Höhepunkt in der Osterzeit stellen die Öschprozessionen der sogenannten Kreuzwoche rund um den Himmelfahrtstag dar. An allen Tagen der Woche, besonders aber am Himmelfahrtstag selbst, ziehen Christen mit Wetterkreuz oder dem wichtigsten Reliquiar der Kirche ausgestattet in die Natur. Sie segnen die Felder, erbitten gedeihliches Wetter und Schutz vor Unheil und Unwetter, Hagel und Gewitter.

Dass gerade die Tage um Himmelfahrt mitten in der freudigen Osterzeit in Form von Buß- und Bittprozessionen begangen werden, hängt wohl mit der besonderen Gnade zusammen, die Menschen sich in diesen Tagen erhoffen. Denn ganz bildlich gesehen, stellt die Himmelfahrt Jesu einen Übergang des irdischen Jesus in die göttliche Herrlichkeit und an die Seite Gottes dar. Der eben noch ganz den Menschen nahe Mensch überbrückt den für die Menschen unüberwindbar scheinenden Graben zwischen der immanenten Welt und der transzendenten Realität Gottes.

In diesem Bild kann der Auferstandene einerseits zum Boten werden, dem vor der Himmelfahrt noch wichtige Fürbitten mit auf den Weg gegeben werden können und die dieser bei Gott als Fürsprecher vortragen kann. In der Himmelfahrt selbst scheint aber andererseits auch für einen Moment die Trennung von Erde und Himmelreich geöffnet und eine Schneise für ebenjene Fürbitten geschlagen zu sein. Und auch das Sitzen Christi zur Rechten Gottes ist ein Zeichen, dass dieser nun selbst die an ihn gerichteten Bitten erhören und erfüllen kann. Die so bildhafte Vorstellung der Himmelfahrt unterscheidet sich dabei aber in der Sache nicht vom Auferstehungsglauben. Der Auferstandene, das ist zugleich der verherrlichte Sohn Gottes, der ganz in der Herrlichkeit Gottes aufgegangen ist. Der Himmelfahrtsglaube ist also integraler Teil des Osterglaubens und besagt: Dank der Auferstehung ist Christus wirkmächtiger und beständiger Fürsprecher und Adressat aller Anliegen der Menschen.

Auch wenn seine leibhafte Gegenwart durch die Himmelfahrt beendet ist, bleibt er uns ganz nahe. Diese Hoffnung auf die bleibende Gegenwart Gottes schenken noch zwei weitere Aspekte des christlichen Glaubens: In den eucharistischen Gaben von Brot und Wein verspricht Christus uns immerzu nahe zu kommen, und sie werden uns zu seinem Leib und Blut. Ganz körperlich erfahrbar und in vollkommener Gegenwart übertreffen sie die Herrenreliquien, wie sie zum Beispiel beim Blutritt in Weingarten und an anderen Orten zu finden sind, in ihrer Heilsbedetung. Und auch die mit dem Himmelfahrtstag beginnende Pfingstnovene, die vorbereitenden Tage auf die Sendung des Heiligen Geistes an die Jünger und alle Menschen guten Willens, ist ein Bekenntnis zur bleibenden Gegenwart Gottes in der Welt.

In ganz vielen Episoden und Festen des Kirchenjahres feiern, erhoffen und bekennen wir also dieses bleibend heilsame Wirken Gottes in der Welt. In allen Aspekten des Lebens, in Landwirtschaft und Naturschutz, in Arbeit und Schule, in guten und in schlechten Zeiten. Die Bittprozessionen ins Ösch lassen uns erkennen, wie diese bleibende Verbundenheit von Gott und Schöpfung lebendig ist. Auch wenn wir sie dieses Jahr nicht gemeinsam begehen können, lade ich Sie zu einem Himmelfahrts-Spaziergang ein. Wenn Sie wollen, dürfen Sie gerne die Vorlagen benutzen, die im morgigen Gottesdienst ausgeteilt werden (und in unseren Kirchen ausliegen)

Auf dass Sie spüren: Gott will das Leben von allen seinen Geschöpfen. Gott will, dass wir aufblühen, dass wir das Leben haben und es in Fülle haben (Joh 10,10).

Andreas Hund

Grafik Waldsee BuntST. PETER

Bad Waldsee mit seinen über 20.000 Einwohnern ist geprägt durch seine einzigartige Lage zwischen zwei Seen, dem Schlosssee und dem Stadtsee. 926 wurde es erstmals urkundlich erwähnt als „Walchsee“ - „See der Walchen“. Heute gehören zu Bad Waldsee u.a. der Teilort Mittelurbach, Volkertshaus, Steinach, Haslanden, Steinenberg, Mattenhaus, Hittelkofen ... mehr

ST. PETER & PAUL

Reute ist seit 1971 ein Ortsteil der Stadt Bad Waldsee im Landkreis Ravensburg in Baden-Württemberg. Seit 2014 sind die Teilorte Reute und Gaisbeuren fusioniert. Heute zählt der Ort Reute-Gaisbeuren rund 4300 Einwohner. Zu Reute-Gaisbeuren gehören auch die Wohnplätze Durlesbach, Greut, Magenhaus, Obermöllenbronn, Stadel, Tobel, Untermöllenbronn. Ankenreute, Arisheim, Atzenreute, Dinnenried, Enzisreute, Haldensäge, Haldenhof und Kümmerazhofen. mehr...

Grafik Michelwinnaden Bunt

ST. JOHANNES EVANGELIST

Michelwinnaden ist mit seinen ca. 650 Einwohnern der kleinste Teilort der Stadt Bad Waldsee. Seit dem Jahr 1974 ist Michelwinnaden durch einen Eingliederungsvertrag Ortsteil der Stadt Bad Waldsee. Zur Ortschaft gehören auch die Weiler Michelberg und Lenatweiler ...mehr

Grafik Haisterkirch Bunt

ST. JOHANNES BAPTIST

Haisterkirch, das 1832 - 1974 auch politisch eine selbständige Gemeinde war und seit 1975 zur Kurstadt Bad Waldsee gehört, liegt am Haisterbach. Zu Haisterkirch gehören u.a. die Wohnplätze Osterhofen, Ehrensberg, Graben, Hittelkofen, Hittisweiler, Bäuerle ...mehr